30. Mai 2006
SAY ANYTHING – ...Is A Real Boy (Red Ink/Sony BMG)
...mit diesen Worten wird eines der besten poppigen Rockalben der letzten Jahre eröffnet. Gesprochen werden sie vom 21-jährigen Max Bemis. Zum Zeitpunkt der US-Veröffentlichung war er gerade mal 19. Und zu diesem Zeitpunkt bestand Say Anything nur aus ihm und Drummer Coby Linder. Die anderen Instrumente hat Bemis beinahe im Alleingang eingespielt. Hört man ein wenig genauer auf den Inhalt dieser 13 Songs (plus sieben auf der Bonus-Disc), kann man eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Max Bemis hat den Verstand verloren. Und so weit ist das gar nicht von der Wahrheit entfernt. Während den Aufnahmen zu „...Is A Real Boy“ hatte der gute Max einen Nervenzusammenbruch. Er glaubte, alle Leute um ihn herum wollten ihn auffressen. Angeblich. Kann ja schon mal vorkommen, wenn man gestresst ist...
Wollen wir nun mal die Songs ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen. „Belt“ beginnt mit einem Garagerock-Riff und endet mit einem Mitgröhl-Chor, der Dir noch Tage später hinterherläuft. „Woe“ und „The Writing South“ sind nicht minder eingängig, die grossartige Meisterleistung folgt dann aber mit „Alive With The Glory Of Love“. Supergeile Melodie, fröhliches Gitarenmotiv, Verschnaufspause in der Mitte, Chöre zum Schluss. Genial. Ein Song für die Ewigkeit. Bei „An Orgy Of Critics“ zeigt Max, dass er auch so richtig auf die Kacke hauen kann. Darauf folgt „Every Man Has A Molly“, bei welchem Bemis sein ganzes musikalisches Können zeigt, textlich sowie musikalisch. Weezer lassen grüssen, und zwar aus ihren allerbesten Zeiten.
Was macht aber nun diese Platte so speziell? Die genialen Melodien? Die unerwarteten, halsbrecherischen Wechsel innerhalb der Songs? Die aberwitzigen Texte, die ganz unauffällig auch mal tiefgründig sind? Die Tatsache, dass Max Bemis mit 20 etwas erschaffen hat, wofür anderen ein ganzes Leben nicht reicht? Wohl ein wenig von alledem. Nur um Euch davon zu überzeugen, hier eine Auswahl von Bemis’ lyrischen Ergüssen:
- „Eat, sleep, fuck and flee; in four words, that’s me”
- “Molly Conolly ruined my life. I thought the world should know”
- "I am skinny when I stand / But I am Buddha when I sit”
- “I watch my cousin Greg watch MTV inside his home / He makes fun of the Hip- hop videos from the couch he rides alone”
Den Rest hört Ihr Euch am besten gleich selber an. Ihre werdet’s nicht bereuen. Popmusik kann ja so viel Spass machen. Es muss nicht immer Tool sein.
9/10
Ähnliche Interpreten:
Piebald
Reggie And The Full Effect
The Adventures Of Jet
Crackout
www.sayanythingmusic.com
Wollen wir nun mal die Songs ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen. „Belt“ beginnt mit einem Garagerock-Riff und endet mit einem Mitgröhl-Chor, der Dir noch Tage später hinterherläuft. „Woe“ und „The Writing South“ sind nicht minder eingängig, die grossartige Meisterleistung folgt dann aber mit „Alive With The Glory Of Love“. Supergeile Melodie, fröhliches Gitarenmotiv, Verschnaufspause in der Mitte, Chöre zum Schluss. Genial. Ein Song für die Ewigkeit. Bei „An Orgy Of Critics“ zeigt Max, dass er auch so richtig auf die Kacke hauen kann. Darauf folgt „Every Man Has A Molly“, bei welchem Bemis sein ganzes musikalisches Können zeigt, textlich sowie musikalisch. Weezer lassen grüssen, und zwar aus ihren allerbesten Zeiten.
Was macht aber nun diese Platte so speziell? Die genialen Melodien? Die unerwarteten, halsbrecherischen Wechsel innerhalb der Songs? Die aberwitzigen Texte, die ganz unauffällig auch mal tiefgründig sind? Die Tatsache, dass Max Bemis mit 20 etwas erschaffen hat, wofür anderen ein ganzes Leben nicht reicht? Wohl ein wenig von alledem. Nur um Euch davon zu überzeugen, hier eine Auswahl von Bemis’ lyrischen Ergüssen:
- „Eat, sleep, fuck and flee; in four words, that’s me”
- “Molly Conolly ruined my life. I thought the world should know”
- "I am skinny when I stand / But I am Buddha when I sit”
- “I watch my cousin Greg watch MTV inside his home / He makes fun of the Hip- hop videos from the couch he rides alone”
Den Rest hört Ihr Euch am besten gleich selber an. Ihre werdet’s nicht bereuen. Popmusik kann ja so viel Spass machen. Es muss nicht immer Tool sein.
9/10
Ähnliche Interpreten:
Piebald
Reggie And The Full Effect
The Adventures Of Jet
Crackout
www.sayanythingmusic.com




Kommentare
kann dir nur zustimmen. Mir gefallen vor allem die ironischen und witzigen texte... und wenn die musik dazu noch so abwechslungsreich und für ein "poppiges" rockalbum so frisch und überraschend klingt, wow!
Unbedingt anhören!