Eine Emopunk-Scheibe, die aus der Masse heraussticht
Rufio haben sich bis anhin schon immer von der grossen Massse der Emopunk-Bands abgehoben. Während all die New Found Simple Charlottes mit ihrem 08/15 Radiopunk langweilten, garnierten Rufio ihren Sound mit ultraschnellen Rhythmen und einer gehörigen Portion Metal-Soli.

„The Comfort Of Sound“, ihrem bereits dritten Werk, ist anzuhören, dass die vier Jungs älter geworden sind. Von ihrem damalig selbstbetitelten „Speed-Emo“ ist nicht mehr viel zu hören. Die Songs sind, mit wenigen Ausnahmen, langsamer geworden. Was Rufio aber immer noch einzigartig macht, ist nach wie vor die kreative Gitarrenarbeit. Der Leadgitarrist fiedelt immer noch, was das Zeug hält. Und das macht die ganze Sache um einiges interessanter als einfallslos heruntergespielte Powerchords. Dass Rufio auch mal so richtig den Metal-Poser rauslassen könnten, beweisen sie vor allem bei zwei der insgesamt vier Interludes. Schade, dass solche Parts nicht auch den Weg in ein paar reguläre Songs gefunden haben. Doch trotz der gedrosselten Geschwindigkeit können sie hier immer noch ein paar Emopunk-Perlen vorweisen, so zum Beispiel das hervorragende „Never Learn“ oder auch das hochmelodiöse „Walk Don’t Run“.

In Zeiten von Good Charlotte oder anderen Wannabe-Punks ist eine Platte wie „The Comfort Of Sound“ schlussendlich doch erfreulich. Auch wenn hier das Rad nicht neu erfunden wird, Rufio gehören zu den Guten. Und davon gibt es ja momentan nicht gerade Haufenweise.

6/10

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