Engländer sind die besseren Amerikaner. In den letzten Jahren haben Bands wie Biffy Clyro, Hundred Reasons oder Funeral For A Friend, allesamt aus dem vereinigten Königreich stammend, immer wieder auf’s neue gezeigt, wo der Posthardcorehammer hängt. Die Jungs von Funeral For A Friend nennen ihren Stil „Whatever-Core“. Das nächste grosse Ding werden Reuben. Versprochen. Zumindest in einer gerechten Welt.
Natürlich erfinden auch Reuben das Rad nicht neu. Aber sie geben ihm neuen Antrieb. Gekonnt mischen sie Hardcore, Emocore und Grunge zu einem höchst kurzweiligen Brei zusammen. Die Stimme des Sängers erinnert derweil stark an Bushs Frontmann Gavin Rossdale sowie den Hundred Reasons Sänger. Was allerdings zuweilen ein wenig nervt, ist das Geschrei, welches bei einigen Songs doch arg übertrieben wird.

Dieses Manko kann jedoch ein Mann wieder wettmachen, nämlich der Schlagzeuger. Was dieser hier zusammenknüppelt, ist genial. Besonders erwähnenswert in dieser Hinsicht ist “Fall of the bastille“. Hört euch nur den Drum Part in der Mitte des Songs an, und ihr werdet verstehen. Langweilig wird einem das bestimmt nicht. Es wird das Tempo gewechselt, das einem nur so schwindlig wird. Als Verschnaufspause steht die erste Single „Freddy Krueger“, der eingängigste Song der Platte. Leider ist „Racecar Is Racecar Backwards“ bisher nur über den Importweg erhältlich. Aber das tut sich so was von lohnen!

8/10

Ähnliche Interpreten:
Hundred Reasons
Hell Is For Heroes
Bush

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