Spätzünder.
Zwischen Lamontagne’s ersten Platte „Trouble“ und „Till The Sun Turns Black“ liegt gerade mal etwas mehr als ein halbes Jahr. Der Grund: Das Debüt wurde hier ganze zwei Jahre nach dem offiziellen Release veröffentlicht. Und auch „Till The Sun Turns Black“ hat es nicht rechtzeitig geschafft. Wenigstens dauerte es diesmal „nur“ zehn Monate. Rätselhafte Veröffentlichungs-Politik ist ja nichts Neues…

Was Lamontagne von all den anderen Singer/Songwritern unterscheidet, ist seine markante Stimme. Wenn diese nicht gerade zerbrechlich vor sich hin säuselt, nimmt nicht selten äusserst soulige Züge an. Neben leisen Akustikgitarren sind auf „Till The Sun Turns Black“ häufig Streicher, Bläser, aber auch unkonventionellere Instrumente wie eine Orgel oder Flöten zu hören. Diese Arrangements sorgen für absolute Gänsehautstimmung.

Alleine schon das eröffnende, sechseinhalbminütige „Be Here Now“ zieht einen mit dem wiederholenden Pianomotiv und der Gitarrentonleiter in den Bann. „Truly, Madly, Deeply“ ist nicht etwa ein Savage Garden Cover, sondern ein rührendes Akustikstück. Und wer beim Abschluss-Song „Within You“ nicht den Tränen nahe ist, der möge sich anstelle des schwarzen Klumpens in der Brust bitte ein Herz zulegen…

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