enablers adibaw cougars kate mosh

Mit Enablers, A Day In Black And White, Cougars & Kate Mosh.
Kürzlich war ich am Konzert von Stars und es war wohl eines der übelsten Konzerte, das ich je besucht habe. Obwohl ich deren Album "Set Yourself On Fire" (City Slang/TBA) ja nicht schlecht finde, war die Live-Darbietung eine einzige Enttäuschung. Die Band versuchte, sich einen freakigen Anstrich zu verpassen, aber kein einziger der Musiker hat in seine Rolle gepasst. Ich hab mich regelrecht verarscht gefühlt, zudem spielte die Band einfach nur schlecht und furchtbar "untight". Und der Trompeten-spielende (Stefan Mross lässt grüssen...), blöde dauer-grinsende Sänger wär besser Schauspieler geblieben...

Nach dem Konzert brauchte ich eine gesunde Portion Härte und Schweiss, und da bieten sich Platten an, die man im weitesten Sinn in der Post-Hardcore-Schublade verstauen könnte. Platten von Bands also, zu deren Beschreibung immer der Verweis auf Fugazi herangezogen wird. Bands deren Musik spröde und kraftvoll zugleich ist. Folgende Bands haben meinen geschundenen Ohren auf der Heimreise von Zürich nach Luzern etwas Linderung verschafft:

ENABLERS spielen auf dem Album "Output Negative Space" (Neurot Recordings/Irascible) eine Mischung aus D.C.-Core und Jazz, die gesprochenen Vocals verleihen ihrer Musik einen fast schon poetischen Touch.
"Sudden Inspection"


A DAY IN BLACK AND WHITE hingegen haben einen singenden Vokalisten mit leicht angerauhter Stimme am Start. Ihr Album "Notes" (Level Plane/Irascible) bewegt sich irgendwo zwischen Hot Water Music und Challenger, dazu geben sie eine Prise Sonic Youth.
"New Energy"


Noisiger, dafür mit Bläsern angereichert musizieren COUGARS. Ihr Album "Pillow Talk" (Go-Kart/Irascible) wurde von Steve Albini produziert und entsprechend tönt es auch.
"Scissitar"


KATE MOSH schliesslich sind gerade hoch im Kurs. Die deutsche Musikpresse lobt ihr aktuelles Album "Breakfast Epiphanies" (Nois-O-Lution/Irascible) in höchsten Tönen und auch in der Schweiz hat sich langsam rumgesprochen, dass sich diese vier Berliner virtuos zwischen Post-Punk, Post-Hardcore, New Wave und Indie-Rock bewegen.
"Clodbusting"