14. September 2006
POLAR - Jour Blanc (Labels/EMI)
Der Genfer Eric Linder aka Polar hat wohl genug davon, ein ewiger Geheimtipp zu sein. Deshalb hat er jetzt sein Domizil nach Paris verlegt, singt auf Französisch und hofft somit - dank Radioquote für französischsprachige Musik - endlich sein Stück vom Kuchen abzubekommen. Dazu macht er schlichte, absolut massentaugliche Popmusik, die sich etwas bei Coldplay bedient, aber auch Altmeistern wie Nick Drake oder Tim Buckley Tribut zollt. Das ist gut und recht und überhaupt nicht schlecht, nur leider bei weitem nicht so ergreifend wie Polars letztes Werk, das wunderbar spröde, introvertierte Elektro-Folk-Meisterwerk "Somatic". Und die Texte (verfasst gemeinsam mit dem französischen Chansonnier Miossec) zehren mitunter an den Nerven des nicht ganz so sensiblen Hörers. Wenn er etwa bei der Single "Le Brasier" zum Refrain ansetzt ("Et je brû-û-ûle pour toi-oi"), dann wird er mir einfach eine Spur zu gefühlsdusselig. Was aber nicht ausschliesst, dass der Song bzw. das Album – im richtigen Moment genossen – auch herzergreifend sein könnte. Irgendwie hab ich wohl einfach die richtige Tageszeit bzw. den passenden Gemütszustand dafür noch nicht gefunden...
6/10
Ähnliche Interpreten:
Valiumspeed
Coldplay
Tomte
www.polar-music.com
www.myspace.com/ilovepolar
6/10
Ähnliche Interpreten:
Valiumspeed
Coldplay
Tomte
www.polar-music.com
www.myspace.com/ilovepolar




Kommentare