14. März 2006
PLACEBO - Meds (Virgin/EMI)
Nach dem neuen Video-Clip liegt nun auch das dazugehörige neue Album von Placebo vor. Wobei, was heisst schon "neu"? Jeder Ton auf "Meds" ist 100% Placebo und so passt Chris Wicky's Beschreibung zum letzten Favez-Album auch wunderbar zum neuen Placebo-Album: "Sounds like a Best-Of, but with only new Songs". Etwas despektierlicher könnte man auch das sprichwörtliche Bild vom alten Wein in neuen Schläuchen bemühen...
Aber was soll's, Placebo haben sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Rockbands entwickelt, haben ihre ureigene Nische gefunden und fabrizieren darin weiterhin das, was man wohl als modernen Stadion-Rock bezeichnen kann. Die Hooks zünden, das Schlagzeug macht ordentlich Druck, die Gitarren brettern. Dazwischen ein paar elektronische Spielereien (weit weniger als man erwartet hatte) und einige stimmungsvolle Balladen (besonders toll: "Follow The Cops Back Home" mit der eigenartigen Textzeile "Let's follow the cops back home, and rob their houses"). Brian Molko gibt den leidenden Romantiker, seine Stimme ist mittlerweile zum Markenzeichen geworden wie diejenige eines Robert Smith, Dave Gahan oder Michael Stipe. Letzterer ist übrigens als Gast beim Song "Broken Promise" zu hören. Stipes und Molkos Stimmen wollen nicht so recht harmonieren, was aber vielleicht gerade den Reiz des Songs ausmacht. Als weiteren Gast hören wir im Opener "Meds" Alison Mosshart von The Kills. Wer The Kills kennt weiss: Ein Song mit Alison Mosshart kann gar nicht schlecht sein.
Zwei nicht unwesentliche Mankos weist "Meds" dann aber doch auf: Erstens ist mir der "hab ich doch schon mal gehört"-Effekt auf die Dauer etwas zu ausgeprägt und zweitens vermisse ich Überraschungen im Songwriting, die Songs klingen zu routiniert.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Blackmail
My Vitriol
Smashing Pumpkins
www.placeboworld.co.uk
Aber was soll's, Placebo haben sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Rockbands entwickelt, haben ihre ureigene Nische gefunden und fabrizieren darin weiterhin das, was man wohl als modernen Stadion-Rock bezeichnen kann. Die Hooks zünden, das Schlagzeug macht ordentlich Druck, die Gitarren brettern. Dazwischen ein paar elektronische Spielereien (weit weniger als man erwartet hatte) und einige stimmungsvolle Balladen (besonders toll: "Follow The Cops Back Home" mit der eigenartigen Textzeile "Let's follow the cops back home, and rob their houses"). Brian Molko gibt den leidenden Romantiker, seine Stimme ist mittlerweile zum Markenzeichen geworden wie diejenige eines Robert Smith, Dave Gahan oder Michael Stipe. Letzterer ist übrigens als Gast beim Song "Broken Promise" zu hören. Stipes und Molkos Stimmen wollen nicht so recht harmonieren, was aber vielleicht gerade den Reiz des Songs ausmacht. Als weiteren Gast hören wir im Opener "Meds" Alison Mosshart von The Kills. Wer The Kills kennt weiss: Ein Song mit Alison Mosshart kann gar nicht schlecht sein.
Zwei nicht unwesentliche Mankos weist "Meds" dann aber doch auf: Erstens ist mir der "hab ich doch schon mal gehört"-Effekt auf die Dauer etwas zu ausgeprägt und zweitens vermisse ich Überraschungen im Songwriting, die Songs klingen zu routiniert.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Blackmail
My Vitriol
Smashing Pumpkins
www.placeboworld.co.uk




Kommentare
Ansonsten bin ich ganz deiner Meinung ;)