The best trip you've ever been on.
Okkervil River waren bisher nicht unbedingt die Band, die gute Laune verbreitete. Die letzten beiden Alben waren der Soundtrack für (unglücklich) Verliebte. So gesehen ist „The Stage Names“ ein klassisches „Noch’m Räge schiint d’Sonne“ Album. Zumindest teilweise. „Our Life Is Not A Movie Or Maybe“ (klick hier für das dazugehörige Video) ist ein verdammter Hit, bei dem man fast nicht anders kann, als mitzusingen, auch wenn es so manchem verwehrt bleiben dürfte, seine Stimme in solch imposante Höhen zu schrauben. Das nachfolgende „Unless It Kicks“ tritt im Vergleich zu früheren Taten auch ordentlich auf’s Gaspedal, so richtig ruhig wird es dann erst beim vierten Track, „Savannah Smiles“. Ein Beweis dafür, dass Songs über die eigenen Kinder nicht nur kitschig, sondern auch sehr gelungen daher kommen
können.

Bei aller Beschwingtheit wird aber die Melancholie keineswegs vernachlässigt, gerade textlich haben die Songs nicht viel mit Heiterkeit zu tun. Aus meiner Sicht überragt werden alle Songs vom abschliessenden „John Allyn Smith Sails“, welches sich von seinem verhaltenen Beginn zu einer begeisternden Version eines alten Traditionals, welches die Beach Boys unter dem Namen „Sloop John B.“ berühmt gemacht haben, steigert.

„The Stage Names“ sollte Okkervil River eigentlich der grosse Durchbruch bescheren. Für alle, die vom diesjährigen Bright Eyes Album etwas enttäuscht waren, dürften hier den Ersatz gefunden haben.

Ähnliche Interpreten:
Bright Eyes
An Angle
The Snake The Cross The Crown

www.okkervilriver.com
www.myspace.com/okkervilriver