09. März 2006
MY LATEST NOVEL - Wolves (Bella Union/TBA)
Einmal mehr ein eindrückliches Album aus Glasgow. Das Wetter dort oben soll ja nicht das Beste sein, was die Leute anscheinend zusätzlich zum Musizieren animiert. Gut so! My Latest Novel haben ein starkes Album mit vielen Highlights und nur ganz wenigen schwachen Momenten fertiggestellt. Sie lassen ihrer Musik Zeit zum Entwickeln, ohne je langweilig zu sein. Im Gegenteil - der abwechslungsreiche Folk-Pop der 5 Schotten weiss immer wieder zu überraschen. Die grösstenteils akustischen Songs werden oftmals durch Violine, perfekten mehrstimmigen Gesang oder unerwartete Rockparts veredelt. „Wolves“ ist ein Album zum Geniessen, für die ruhigeren Stunden im Leben.
„Ghost In The Gutter“ ist der erste Song und Intro gleichermassen. Das Album mit einem 6-minütigen Song zu beginnen kann heutzutage wohl niemanden mehr überraschen. Zuerst ein bisschen Gitarre, dann ein wenig Schlagzeug und zuletzt eine Prise Violine. Das ist ziemlich unspektakulär und verleitet mich erstmal dazu zu kontrollieren, ob ich etwa eine alte „Dirty Three“ CD im Player liegen habe. Das Ganze steigert sich dann aber langsam und endet in einem sich wiederholenden, 2-zeiligen Ohrwurm. In diesem Moment klingen My Latest Novel wie eine folkige Variante der Super Furry Animals. Das folgende „Pretty In A Panic“ ist ein wunderbarer Popsong. Es ist ein purer Genuss, den Instrumenten und Stimmen zu lauschen. „Learning Lego“, meist mehrstimmig gesungen, überrascht ausserdem mit Dudelsack-Solos und einem Kinderchor, welcher zuerst an Embrace (die Band) erinnert, dann an Afrika (den Kontinent). Eine kurze Verschnaufpause wird uns erstmal bei „The Job Mr Kurtz Done“ gewährt. Der Song klingt anfangs wie eine leicht instrumentierte Schottische Erzählung. Bevor es allerdings langweilig wird taucht aus dem Nichts ein ¾ Takt auf und animiert zum Mitschaukeln. Die dazu gesungenen „Ba-Ba’s“ sollten auch dem griesgrämigsten Hören ein Schmunzeln abringen können. Weitere „Ba-Ba’s“ folgen unmittelbar mit dem nächsten Song. „Sister Sneaker Sister Soul“ ist zu Recht die erste Singleauskopplung. Auch wenn 6 Minuten inklusive langer Instrumentalteile einen Song nicht unbedingt dazu prädestinieren. „Sister Sneaker Sister Soul“ stellt leider bereits den letzten Höhepunkt des Albums dar. Die nächsten Songs sind zwar nicht schlecht, aber auch nicht speziell erwähnenswert. Mit „The Reputation of Ross Francis“ gelingt der Band aber immerhin noch ein eindrücklicher Abschluss.
Und wer nicht weiss, was „Ba-Ba’s“ sind, der muss sich wohl oder übel diese CD zulegen.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Belle & Sebastian
Super Furry Animals
www.mylatestnovel.com
„Ghost In The Gutter“ ist der erste Song und Intro gleichermassen. Das Album mit einem 6-minütigen Song zu beginnen kann heutzutage wohl niemanden mehr überraschen. Zuerst ein bisschen Gitarre, dann ein wenig Schlagzeug und zuletzt eine Prise Violine. Das ist ziemlich unspektakulär und verleitet mich erstmal dazu zu kontrollieren, ob ich etwa eine alte „Dirty Three“ CD im Player liegen habe. Das Ganze steigert sich dann aber langsam und endet in einem sich wiederholenden, 2-zeiligen Ohrwurm. In diesem Moment klingen My Latest Novel wie eine folkige Variante der Super Furry Animals. Das folgende „Pretty In A Panic“ ist ein wunderbarer Popsong. Es ist ein purer Genuss, den Instrumenten und Stimmen zu lauschen. „Learning Lego“, meist mehrstimmig gesungen, überrascht ausserdem mit Dudelsack-Solos und einem Kinderchor, welcher zuerst an Embrace (die Band) erinnert, dann an Afrika (den Kontinent). Eine kurze Verschnaufpause wird uns erstmal bei „The Job Mr Kurtz Done“ gewährt. Der Song klingt anfangs wie eine leicht instrumentierte Schottische Erzählung. Bevor es allerdings langweilig wird taucht aus dem Nichts ein ¾ Takt auf und animiert zum Mitschaukeln. Die dazu gesungenen „Ba-Ba’s“ sollten auch dem griesgrämigsten Hören ein Schmunzeln abringen können. Weitere „Ba-Ba’s“ folgen unmittelbar mit dem nächsten Song. „Sister Sneaker Sister Soul“ ist zu Recht die erste Singleauskopplung. Auch wenn 6 Minuten inklusive langer Instrumentalteile einen Song nicht unbedingt dazu prädestinieren. „Sister Sneaker Sister Soul“ stellt leider bereits den letzten Höhepunkt des Albums dar. Die nächsten Songs sind zwar nicht schlecht, aber auch nicht speziell erwähnenswert. Mit „The Reputation of Ross Francis“ gelingt der Band aber immerhin noch ein eindrücklicher Abschluss.
Und wer nicht weiss, was „Ba-Ba’s“ sind, der muss sich wohl oder übel diese CD zulegen.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Belle & Sebastian
Super Furry Animals
www.mylatestnovel.com




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