12. April 2005
MONEYBROTHER – To Die Alone (Burning Heart/Phonag)

Anders Wendin a.k.a. Moneybrother ist nicht nur ein begnadeter Live-Entertainer mit Hang zum Liebeskummer, er ist auch ein besessener Studio-Musiker, was man angesichts der Direktheit seiner Musik nicht denken würde.
Aber für uns reicht das allemal! Moneybrother’s Soul-Pop-Rock-Gemisch (dem im Vergleich zum ersten Album der Funk, der Folk und auch das Tempo etwas abhanden gekommen ist) weiss auf weite Strecken zu überzeugen, zudem hat der Mann einfach eine unglaubliche Stimme, irgendwo zwischen Elvis Costello und Joe Strummer. Zwischen den Herz-Schmerz-Balladen, die er live so richtig zelebriert, verbirgt er immer mal wieder rockigere Töne (so etwa bei „My Lil’ Girl’s Straight From Heaven“ , das mit Thin Lizzy-esken Gitarren-Licks überrascht). Leider geht dem Album gegen das Ende hin die Luft ein wenig aus und so wünsch ich mir von Moneybrother fürs nächste Album wieder etwas mehr Tempo und etwas mehr Besinnung zu seinen Punk-Wurzeln.
Übrigens: Nicht vergessen auch Wendin’s ehemalige Band Monster anzuchecken! Wer Moneybrother ein wenig zu schmalzig findet, könnte mit deren Soul-getränktem Punkrock glücklicher werden.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Monster
Marvin Gaye
Stevie Wonder
www.moneybrother.net



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