We Are Happy With Who We Are.
“Are We Really Happy With Who We Are Right Now” hiess das letzte Album von Moneen. Lange Namen, vorzugsweise bei den Songtiteln, ist das wohl auffälligste Markenzeichen der vier Amis. Auch speziell: Für die Aufnahmen von „The Red Tree“ wurden nicht weniger als sechs Monate in Anspruch genommen. Anscheinend eine durchaus gerechtfertigte Sache, sich so lange Zeit zu lassen, denn das Resultat kann sich hören lassen.

Wie so oft gilt auch hier: Moneen erfinden das Emo-Genre nicht neu. Aber im Gegensatz zu vielen Kumpanen schaffen sie es, sich eine ganz persönliche Note zu verleihen. Die zwei- bis dreistimmigen Gesangsspuren, die überraschenden Breaks und die teils sehr melancholischen, aber nie kitschigen, Songs. Die Stücke transportieren viele Emotionen, ohne Screamo-Parts, fordern den Hörer mit zuweilen progressiven Songstrukturen. Nach flottem Begin mit den ersten drei Songs folgen mit „This Day No One Needed To Know“ und „This Is All Bigger Than Me“ die beiden Höhepunkte der Platte. Ersteres dauert stolze sechs Minuten und wartet mit einem wunderbar sphärischen Mittelteil auf, der stark an A Red Season Shade oder The Appleseed Cast erinnert. Moneen haben den Dreh ganz einfach raus. Ob poppig, vertrackt oder hymnisch episch, sie machen in jeder Situation eine gute Figur. Eine echte Seltenheit in einer bis zum Erbrechen ausgereizten Sparte.

7/10

Ähnliche Interpreten:
The Juliana Theory
Jimmy Eat World
Taking Back Sunday

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