Die Vorzeige-Melodic-Punks aus Örebrö besinnen sich auf alte Tugenden und lassen die Pferdchen wieder galoppieren.
Sprich: Schlagzeuger Larzon darf auch mal wieder so richtig drauflos prügeln (in "Simple Twist Of Hate"), die Zeiten von "mid-tempo-only" sind vorbei. Wobei die Band dann doch nicht ganz zu ihren Wurzeln zurückkehrt, Ska-Songs bleiben aussen vor.

Mit dem Opener "Farewell My Well" oder dem Song "Biftek Supernova" machen Millencoling deutlich, das sie viel Bad Religion gehört haben in letzter Zeit. "Cash Or Clash" wiederum scheint inspiriert vom Street-Punk à la Bombshell Rocks, "Shut You Out" hingegen ist dann wieder ein typischer Millencolin Emo-Song im Stile von "Black Eyes". Sprich: Das Album bietet für so ziemlich jeden Geschmack etwas und Millencolin machen ihre Sache mal wieder zu gut um wirklich was Schlechtes über sie zu schreiben, aber andererseits hab ich nun wirklich so ziemlich jede Akkordfolge, jede Harmonie, jedes Riff auf diesem Album schon mal gehört. Begeisterung löst "Kingwood" bei mir nicht mehr aus, aber es beschleicht mich ein wunderbar nostalgisches Gefühl und das honorier ich gern mit ein paar Punkten.

7/10

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