09. März 2006
MEW - And The Glass Handed Kites (Red Ink/SonyBMG)
Die dänischen Prog-Pop-Rocker Mew liefern uns mit "And The Glass Handed Kites" schwerverdauliche Kost. An den Zutaten liegt's nicht, die sind an sich bekömmlich. Da finden wir Spuren von Dredg, Muse, Coldplay, New Order, Phoenix, Pet Shop Boys, um nur ein paar wenige zu erwähnen. Das Problem ist die Mischung, in der diese verabreicht werden: Alles auf einmal. Und das wiederum 16 mal am Stück und ohne Verschnaufpause, da alle Songs ineinander überfliessen. Ein musikalischer Kebab quasi, mit den entsprechenden Nachwirkungen wie Völlegefühl, Magenbrennen, Blähungen. Ob dieser Vergleich - dänische Band und Kebab - in Zeiten des Karikaturenstreits angebracht ist, sei mal dahingestellt...
Einzelne Perlen sind dennoch auszumachen. Die Single "Special" etwa ist ein tanzbarer Ohrwurm erster Güte, der an eine zupackendere Version von New Order erinnert. Auch "Chinaberry Tree" ist ein toller Song, ebenso "Why Are You Looking Grave", welches mit einem prominenten Gast aufwarten kann: J Mascis (Dinosaur Jr) verleiht ihm mit seiner brüchigen Stimme einen Extraschuss Melancholie. Gänzlich unnötig sind hingegen die beiden faden Bonustracks, die das Album zum Schluss hin ausfransen lassen.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Lansing-Dreiden
New Order
Phoenix
M83
www.mewsite.com
Einzelne Perlen sind dennoch auszumachen. Die Single "Special" etwa ist ein tanzbarer Ohrwurm erster Güte, der an eine zupackendere Version von New Order erinnert. Auch "Chinaberry Tree" ist ein toller Song, ebenso "Why Are You Looking Grave", welches mit einem prominenten Gast aufwarten kann: J Mascis (Dinosaur Jr) verleiht ihm mit seiner brüchigen Stimme einen Extraschuss Melancholie. Gänzlich unnötig sind hingegen die beiden faden Bonustracks, die das Album zum Schluss hin ausfransen lassen.
7/10
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