01. August 2006
METAL-SPECIAL
Passend zum neuen Album der alternden Metal-Helden Slayer präsentieren wir euch eine kleine Auswahl an guten Releasen aus diesem an schlechten Releasen nicht armen Genre (gnadenlos schmeissen wir hier alle Metal-Spielarten in einen Topf und präsentieren verschiedenste Subgenres einfach unter dem Etikett "Metal").

SLAYER - Christ Illusion (American Recordings/Warner)
Dave Lombardo ist zurück! Der in Ungnade gefallene Schlagzeuger, der sich zuletzt bei den weltoffeneren Fantômas weit besser ausleben konnte, ist wieder an Bord. Ansonsten ist wenig Veränderung zu konstatieren. Tom Araya schreit herrlich angepisst, die Gitarrenriffs sind messerscharf und das Tempo hoch. Wirkliche Glanzmomente sind wenig auszumachen, aber das Album bietet all das, was man sich von einem neuen Slayer-Album erhofft. (7/10)

LAIR OF THE MINOTAUR - The Ultimate Destroyer (Southern Lord/Irascible)
Der Drummer von Pelican liefert mit seiner Zweitband einen deftigen Brocken Lärm ab. Lair Of The Minotaur vermengen amerikanischen Hardcore und Thrash-Metal mit skandinavischem Black Metal, packen das Ganze in ein ultrafies klingendes Gewand und hauen alles kurz und klein. Für Leute, denen Slayer zu brav klingen. (7/10)

ENSLAVED - Ruun (Tabu/Irascible)
Was einst als "normale" norwegische Black Metal Band seinen (mies produzierten) Anfang nahm, ist mittlerweile eine hochklassige Prog-Metal-Band, bei der einzig der keifende "Gesang" noch an die Black Metal-Vergangenheit erinnert. Wer sich damit abfinden kann, auf den wartet mit "Ruun" ein grossartiges, abwechslungsreiches Metal-Album, das geschickt zwischen harten und melodiösen, zwischen atmosphärischen und brachialen Teilen wechselt. (8/10)

MELVINS - Houdini Live 2006 - A Live History Of Gluttony And Lust (Ipecac/Irascible)
Die guten alten Melvins. Im Rahmen der "Don't Look Back"-Konzerte in London waren sie eingeladen, ihr erfolgreichstes Album "Houdini" live am Stück aufzuführen. Haben sie auch gemacht, nur hat es mit der geplanten Aufnahme nicht geklappt. Kurzerhand mieteten sie sich also ein Lagerhaus in Los Angeles, führten dort vor kleinem Publikum "Houdini" noch mal vor und achteten darauf, dass der Tontechniker diesmal auch den "Rec"-Button wirklich drückt. Das Resultat ist ein ungemein wuchtig und direkt klingendes "Houdini", die ureigene Melvins-Mischung von Doom, Punk und Metal kommt bestens zur Geltung. King Buzzo, Dale Crover und der Neuzugang Trevor Dunn (den Buzzo von Fantômas kennt) sind hörbar in Bestform, was das Album sowohl für Melvins-Fans wie für Neugierige (der Einstieg in die Welt der Melvins fällt ja nicht gerade leicht, da der Backkatalog der Band riesig ist) wertvoll macht. (9/10)

SLAYER - Christ Illusion (American Recordings/Warner)
Dave Lombardo ist zurück! Der in Ungnade gefallene Schlagzeuger, der sich zuletzt bei den weltoffeneren Fantômas weit besser ausleben konnte, ist wieder an Bord. Ansonsten ist wenig Veränderung zu konstatieren. Tom Araya schreit herrlich angepisst, die Gitarrenriffs sind messerscharf und das Tempo hoch. Wirkliche Glanzmomente sind wenig auszumachen, aber das Album bietet all das, was man sich von einem neuen Slayer-Album erhofft. (7/10)

LAIR OF THE MINOTAUR - The Ultimate Destroyer (Southern Lord/Irascible)
Der Drummer von Pelican liefert mit seiner Zweitband einen deftigen Brocken Lärm ab. Lair Of The Minotaur vermengen amerikanischen Hardcore und Thrash-Metal mit skandinavischem Black Metal, packen das Ganze in ein ultrafies klingendes Gewand und hauen alles kurz und klein. Für Leute, denen Slayer zu brav klingen. (7/10)

ENSLAVED - Ruun (Tabu/Irascible)
Was einst als "normale" norwegische Black Metal Band seinen (mies produzierten) Anfang nahm, ist mittlerweile eine hochklassige Prog-Metal-Band, bei der einzig der keifende "Gesang" noch an die Black Metal-Vergangenheit erinnert. Wer sich damit abfinden kann, auf den wartet mit "Ruun" ein grossartiges, abwechslungsreiches Metal-Album, das geschickt zwischen harten und melodiösen, zwischen atmosphärischen und brachialen Teilen wechselt. (8/10)

MELVINS - Houdini Live 2006 - A Live History Of Gluttony And Lust (Ipecac/Irascible)
Die guten alten Melvins. Im Rahmen der "Don't Look Back"-Konzerte in London waren sie eingeladen, ihr erfolgreichstes Album "Houdini" live am Stück aufzuführen. Haben sie auch gemacht, nur hat es mit der geplanten Aufnahme nicht geklappt. Kurzerhand mieteten sie sich also ein Lagerhaus in Los Angeles, führten dort vor kleinem Publikum "Houdini" noch mal vor und achteten darauf, dass der Tontechniker diesmal auch den "Rec"-Button wirklich drückt. Das Resultat ist ein ungemein wuchtig und direkt klingendes "Houdini", die ureigene Melvins-Mischung von Doom, Punk und Metal kommt bestens zur Geltung. King Buzzo, Dale Crover und der Neuzugang Trevor Dunn (den Buzzo von Fantômas kennt) sind hörbar in Bestform, was das Album sowohl für Melvins-Fans wie für Neugierige (der Einstieg in die Welt der Melvins fällt ja nicht gerade leicht, da der Backkatalog der Band riesig ist) wertvoll macht. (9/10)







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CD-Live-Vorstellungen mit Konzert:
15.11.08 Bad Langensalza, So What + "Solorot"
29.11.08 Miltenberg, Beavers + "4 1/2"
06.12.08 Strümpfelbrunn, Kurbrunnen + "Weissbier"