21. Mai 2005
MAXIMO PARK - A Certain Trigger (Warp/Musikvertrieb)

Schon wieder England. Schon wieder Referenzen an die frühen Achtziger. Und schon wieder verdammt gut.
Dabei machen Maximo Park nichts anderes als Bloc Party, Kaiser Chiefs, Franz Ferdinand oder The Futureheads vor ihnen: Wühlen im reichhaltigen Fundus der Achtziger-Jahre. Dabei stossen sie auf XTC, Gang Of Four oder The Smiths. Was Maximo Park von den genannten Zeitgenossen unterscheidet, ist die Referenz an den Garagenrock der 60er-Jahre. Produzent Paul Epworth verstand es bestens, diesen Aspekt von Maximo Park auch soundmässig herauszuheben, und so klingen Maximo Park anders als Bloc Party, obwohl Epworth auch für die Produktion von letzteren verantworlich war. Maximo Park sind schroffer, ungeschliffener. Das Bild vom Rohdiamanten drängt sich geradezu auf.
Was macht Maximo Park nun aber zu dieser wirklich guten Band, als welche sie ja schon lange angekündigt wurde? Zum einen das Gespür für clevere Arrangements. Maximo Park's Songs sind zwar nicht sperrig, aber es braucht schon einige Hördurchläufe, bis man alle Details erfasst hat. Zum anderen natürlich Sänger Paul Smith, der die Aufmerksamkeit des Hörers von Beginn an auf sich zu lenken vermag, so wie das etwa ein Morrissey zu tun versteht. Das mündet dann in tolle Songs wie "Apply Some Pressure" oder "The Coast Is Always Changing". Wobei es eigentlich falsch ist, gerade diese beiden Singles herauszuheben, denn andere Songs wie "Postcard Of A Painting" oder "Going Missing" stehen denen in nichts nach. Vielleicht ist gerade dies die grosse Stärke von Maximo Park: Sie versuchen gar nicht erst Hits zu schreiben, ihre Songs werden einfach zu solchen...
9/10
Ähnliche Interpreten:
The Smiths
Pulp
The Futureheads
www.maximopark.com



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