Return Of The Heulsuse.
Gemäss einer offiziellen Pressemitteilung sind die Songs von Maximilian Hecker nicht traurig, sondern hoffnungsvoll. Das sagt er sogar selber. Eines ist seine Musik auf jeden Fall: Schön! Nach wie vor schön ist auch Heckers Stimme. Und, man höre und staune, der 29-jährige Deutsche singt nicht mehr ausschliesslich in seiner Kopfstimme!

Im Gegensatz zum Trauerkloss namens „Lady Sleep“ war der Herr Hecker diesmal nicht allein im Studio. Bei „Velvet Son“ ist es dann zum ersten Mal so weit. Jawohl, die Bruststimme. Und, jawohl, Band im Hintergrund. Und noch viel wichtiger: Ein toller Song! Auch sonst wirt Maximilian selten nur von seiner Gitarre begleitet. Beim Titeltrack gesellen sich Glockenspiel, bei „The Saviour“, dem absoluten Highlight der Platte, sogar ein ganzes Orchester dazu. Für mich ist dies nach Josh Ritter’s „Thin Blue Flame“ der schönste Singer/Songwriter Song dieses Jahres. Aber auch rein akustisch kann’s der Hecker, am besten zu Hören bei „Messed-Up Girl“. Wer denkt, Maximilian Hecker schreibe keine ausufernden, langen Songs mehr, der irrt. Das abermals wunderschöne „Feel Like Children“ dauert stolze sechseinhalb Minuten. Beim abschliessenden „Grey“ wird schlussendlich sogar noch die Liebe zu Sigur Ros zelebriert.

Die Melodien, die Instrumentierung, die Songs, alles ist nahezu perfekt. Einer der Pflichtkäufe 2006! Zumindest für Fans von melancholischem Singer/Songwritertum mit Hang zum Britpop.

8/10

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