22. August 2006
MANDO DIAO - Ode To Ochrasy (Capitol/EMI)
Eine Ode an die Stunden zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang soll sie sein, die neue Platte von Mando Diao. An die eigenwilligen Gestalten, die die schwedischen Retro-Rocker in den letzten zwei Jahren auf Tour getroffen haben, schräge Typen die man als Normalsterblicher kaum je trifft. Konzeptionell schlagen Mando Diao mit "Ode To Ochrasy" also einen neuen Weg ein, musikalisch bleibt aber alles beim Alten. Es ist wohl vertretbar, "Ode To Ochrasy" als Schnittmenge aus dem rohen Debut "Bring 'Em In" und dem geschliffeneren Zweitwerk "Hurricane Bar" zu bezeichnen.
Der flotte Opener "Welcome Home, Luc Robitaille" erinnert mehr denn je an die Libertines (mit einer Prise Bloc Party im Intro), beim darauffolgenden "Killer Kaczynski" erwartet man jederzeit, dass der Refrain von "Down In The Past" vom Vorgängeralbum folgt. Konsequenz könnte man das nennen. Oder auch Einfallslosigkeit. Song 3, die erste Single "Long Before Rock 'n' Roll", haut dann nochmals in die gleiche Bresche. Was hier gefällt ist der Wechselgesang zwischen Björn und Gustaf (aber den kennt man doch auch schon von The Libertines' "Can't Stand Me Now"...). Dann folgen einige Songs, die man getrost als Füller bezeichnen kann, ehe "Tony Zoulias" mit recht schrägem Klavierintro überrascht, letztlich dann aber wieder zu einem typischen Mando Diao Song wird. "Amsterdam" lässt aufhorchen, der Song gehört zu den besseren auf "Ode To Ochrasy". Das darauffolgende "Tv & Me" macht zwar Spass, ist aber etwas zu simpel ausgefallen. "Josephine" und "The New Boy" sind balladeske Song, die kaum jemand braucht - ausser eingefleischte MD-Fans natürlich, die an der Platte sowieso Freude haben werden, da MD kaum je in die Ferne schweifen. Erwähnenswert ist höchstens noch "Song For Aberdeen", in welchem Mando Diao ein wenig Richtung Northern Soul schielen.
Letztlich plätschert "Ode To Ochrasy" einfach zu sehr an mir vorbei. Dem was sie mit "Bring 'Em In" geschaffen haben, können Mando Diao auch diesmal nichts hinzufügen. Solide Platte, zweifelsohne, aber begeistern kann ich mich nicht dafür.
6/10
Ähnliche Interpreten:
Dirty Pretty Things
The Libertines
The Paces
www.mando-diao.com
www.myspace.com/mandodiaoband
Der flotte Opener "Welcome Home, Luc Robitaille" erinnert mehr denn je an die Libertines (mit einer Prise Bloc Party im Intro), beim darauffolgenden "Killer Kaczynski" erwartet man jederzeit, dass der Refrain von "Down In The Past" vom Vorgängeralbum folgt. Konsequenz könnte man das nennen. Oder auch Einfallslosigkeit. Song 3, die erste Single "Long Before Rock 'n' Roll", haut dann nochmals in die gleiche Bresche. Was hier gefällt ist der Wechselgesang zwischen Björn und Gustaf (aber den kennt man doch auch schon von The Libertines' "Can't Stand Me Now"...). Dann folgen einige Songs, die man getrost als Füller bezeichnen kann, ehe "Tony Zoulias" mit recht schrägem Klavierintro überrascht, letztlich dann aber wieder zu einem typischen Mando Diao Song wird. "Amsterdam" lässt aufhorchen, der Song gehört zu den besseren auf "Ode To Ochrasy". Das darauffolgende "Tv & Me" macht zwar Spass, ist aber etwas zu simpel ausgefallen. "Josephine" und "The New Boy" sind balladeske Song, die kaum jemand braucht - ausser eingefleischte MD-Fans natürlich, die an der Platte sowieso Freude haben werden, da MD kaum je in die Ferne schweifen. Erwähnenswert ist höchstens noch "Song For Aberdeen", in welchem Mando Diao ein wenig Richtung Northern Soul schielen.
Letztlich plätschert "Ode To Ochrasy" einfach zu sehr an mir vorbei. Dem was sie mit "Bring 'Em In" geschaffen haben, können Mando Diao auch diesmal nichts hinzufügen. Solide Platte, zweifelsohne, aber begeistern kann ich mich nicht dafür.
6/10
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