Gerechtigkeit wird siegen.
Lausanne wird ihrem Namen als hervorragendes Indie-Pflaster abermals gerecht. Im Gegensatz zu Favez, welche inzwischen doch ein wenig über ihren Status als Insidertipp hinausgewachsen sind, frönte der Fünfer Magicrays bisher weiterhin dem Undergrounddasein. Das könnte, dürfte, sollte sich mit „Off The Map“ eigentlich ändern. Dabei handelt es sich keineswegs um ein spektakuläres Album. Vielmehr begeistern Magicrays durch vielschichtige Arrangements, unaufgeregtem, brüchigem Gesang und wunderbaren Gitarrenharmonien.

Es mag vielleicht nicht beim ersten Hören den Eindruck erwecken, aber spätestens beim zweiten, dritten Versuch wird klar, dass Magicrays Musik machen, die unheimlich viel Gefühl ausdrückt. Spätestens dann eröffnen sich auch zahlreiche, liebevoll versteckte Details. Der abschliessende Gitarrenlauf von „Marks“ etwa. Oder der nahtlose Übergang von „Off“ zu „Map“.

Der grosse Wurf, dieser wurde Magicrays von Experten schon beim Vorgänger „On The Shoreline“ attestiert. Hoffen wir, dass die Lausanner mit „Off The Map“ endlich den verdienten Ruhm ernten. In Sachen atmosphärischem Indiepop sollte anno 07 kein Weg an ihnen vorbeiführen.

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