22. April 2007
LOLE - Sugary And Dry (Betacorn/Disques Office)
Wer direkt von einem Live-Konzert von Lole kommt und sich dann ihre neue CD „Sugary And Dry“ anhört, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein. Nach mehrmaligem Anhören entpuppt sich das zweite Album von Olivia Pedroli und ihrer Band dann doch noch als Juwel. Es ist Loles klare, kernige und modulationsfähige Stimme, die den roten Faden durch die 14 Tracks bildet, die hauptsächlich vom Roots Rock geprägt sind. „A Maybe Is Not A No“ hört sich wie ein Ausflug auf eine Südseeinsel an und ist mit Bossa-Rhythmen unterlegt, „Dawn“ dagegen erinnert stark an Portishead. Streicherarrangements dürfen hin und wieder auch nicht fehlen, schliesslich ist Lole ausgebildete Violonistin. Mit Simon Gerber hat sie einen ausgezeichneten Produzenten und äusserst kreativen Musiker gefunden, der auf der Bühne auch noch mit komödiantischem Talent auf sich aufmerksam macht. Lole selber ist eine grossartige Songschreiberin, deren Texten man anmerkt, dass sie sich länger im englischsprachigen Raum aufgehalten hat. Dieses Album entfaltet sich erst nach mehrmaligem Hinhören, hat dann aber eindeutig Suchtpotential!
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