27. April 2007
LOGH - North (Bad Taste/Phonag)
Logh hiessen einst Log, benannt nach einer Figur aus Twin Peaks. Auf ihrem ersten Album "Every Time A Bell Rings An Angel Gets His Wings" war ein Song zu finden mit dem Titel "Yellow Lights Mean Slow Down, Not Speed Up", was ein Zitat aus Twin Peaks war. Besagtes Album erschien 2002 und ist nachwievor eine meiner favorisierten Platten, wenn es gilt zu später Stunde Musik aufzulegen. Es folgten "The Raging Sun" (eine unglaublich intensive, zerrissene und düstere Platte die Logh in Post-Rock-Nähe führten) und "A Sunset Panorama", auf welchem Logh ihren Perfektionismus auf die Spitze trieben. Jede Note sitzt wie angegossen, auf dem Album findet sich kein überflüssiger Ton. Gleichzeitig liessen Logh auch erstmals optimistische, ja fast schon fröhliche Töne zu.
Mit "North" beschreiten sie den versöhnlichen Weg weiter. So weit sogar, dass man als Liebhaber der frühen Alben nach dem ersten Hördurchgang erst mal leer schluckt. Die Musik lullt einen geradezu ein, bettet einen auf Wolken. Das Klangbild der Platte ist enorm dicht, die Kargheit die v.a. die ersten beiden Platten so sehr geprägt hat, ist einem opulenten Soundteppich gewichen. Die Gitarren rücken in den Hintergrund, die Songs werden dominiert vom Piano und von esoterisch anmutenden Synthie-Klängen. Alle Post-Rock-Referenzen kann man sich irgendwohin stecken, wer jetzt Namen droppen will muss auf Brian Eno zurückgreifen, auf neuere Blonde Redhead, manchmal auch auf Coldplay (bei "Weather Island" gar kurz auf die ruhigen Momente von Bruce Springsteen) oder – und hier schliesst sich der Kreis – auf den "Twin Peaks"-Soundtrack.
Klingt gar nicht schlecht, oder? Wenn man sich damit abgefunden hat, dass Logh 2007 ruhiger sind und poppiger klingen denn je, dann wird man sich auch mit "North" rasch anfreunden. Wird sich freuen an all den produktionstechnischen Details, den warmen Sounds, der sanften und doch eindringlichen Stimme. Und wird die Band noch mehr dafür lieben, dass sie beständig hohe Qualität abliefert ohne sich zu wiederholen.
Logh live (mit Christian Kjellvander):
15.05.07 - Le Romandie, Lausanne
16.05.07 - Salzhaus, Winterthur
17.05.07 - ISC, Bern
www.logh.se
www.myspace.com/logh
Mit "North" beschreiten sie den versöhnlichen Weg weiter. So weit sogar, dass man als Liebhaber der frühen Alben nach dem ersten Hördurchgang erst mal leer schluckt. Die Musik lullt einen geradezu ein, bettet einen auf Wolken. Das Klangbild der Platte ist enorm dicht, die Kargheit die v.a. die ersten beiden Platten so sehr geprägt hat, ist einem opulenten Soundteppich gewichen. Die Gitarren rücken in den Hintergrund, die Songs werden dominiert vom Piano und von esoterisch anmutenden Synthie-Klängen. Alle Post-Rock-Referenzen kann man sich irgendwohin stecken, wer jetzt Namen droppen will muss auf Brian Eno zurückgreifen, auf neuere Blonde Redhead, manchmal auch auf Coldplay (bei "Weather Island" gar kurz auf die ruhigen Momente von Bruce Springsteen) oder – und hier schliesst sich der Kreis – auf den "Twin Peaks"-Soundtrack.
Klingt gar nicht schlecht, oder? Wenn man sich damit abgefunden hat, dass Logh 2007 ruhiger sind und poppiger klingen denn je, dann wird man sich auch mit "North" rasch anfreunden. Wird sich freuen an all den produktionstechnischen Details, den warmen Sounds, der sanften und doch eindringlichen Stimme. Und wird die Band noch mehr dafür lieben, dass sie beständig hohe Qualität abliefert ohne sich zu wiederholen.
Logh live (mit Christian Kjellvander):
15.05.07 - Le Romandie, Lausanne
16.05.07 - Salzhaus, Winterthur
17.05.07 - ISC, Bern
www.logh.se
www.myspace.com/logh




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