Space Cowboys.
"War hörst du denn für esoterische Musik?", wurde ich letztens von einer Arbeitskollegin gefragt, als im Hintergrund zu späte Arbeitsstunde "The Stolen View" von Leech aus den Boxen dröhnte. Nun ja, für Leute, die denken, dass Postrock etwas mit Pöstler zu tun hat und für die es unvorstellbar ist, dass Musik ohne Gesang nur zur Meditation zu Gebrauchen ist, der wird mit Leech wohl seine liebe Mühe haben.

Leech existieren bereits seit 12 Jahren. Seit dem letzten Album haben sie ganze sieben Jahre verstreichen lassen. Was die vier Aargauer schon immer von anderen Hypnose-Musikanten unterschieden hat, ist der durchgängige Einsatz von Synthies, was dem Gesamtsound eine ganz eigene, sehr spacige Note verleiht. Leech gehören zum Besten, was die Schweizer Musikszene zu bieten hat. Nur merkt das leider praktisch niemand. Sie scheinen sich einen Dreck um musikalische Trends zu scheren. Diese sphärischen Klanglandschaften werden wohl kaum auf der Aftershowparty des nächsten Brit-Hype-Band Konzerts zu Hören sein. Dafür aber im Sedel, und zwar live, am 8. Dezember. Hingehen lohnt sich.

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