Solowerk des Last Days Of April-Sängers. Man kriegt, was man erwartet.
Im Prinzip ist das ja eine Farce, denn bekanntlich besteht Last Days Of April aus Sänger und Gitarrist Karl Larsson und Schlagzeuger Andreas Förnell, wobei ersterer fürs Songwriting zuständig ist und Konzerte meist mit wechselnder Besetzung spielt, zuletzt war Förnell live gar nicht mehr dabei. Warum dann jetzt also ein Album unter dem Namen Karl Larsson? Zumal uns das Album nichts anderes bietet, als dass was wir von Last Days Of April kennen (und lieben): Melancholische Indie-Rock/Gitarren-Pop-Songs die auf Karl's Gespür für einfache aber schöne Gitarren- und Gesangsmelodien basieren. Kein reines Akustik-Album, keine Elektro-Experimente sondern schlicht und einfach der Nachfolger zum letzten LDOA-Album "If You Lose".

Das Fragezeichen ob des Namens bleibt bestehen, beeinträchtigt aber nicht den Musikgenuss: "Off The Cliff" ist ein wunderschöner Song mit melancholischer Strophe und hübschen Gitarrenmelodien, der ab der Hälfte mit einem deftigen Gitarrenbrett auffährt und für mich das Highlight der Platte darstellt. "Wind In Tree" hingegen plätschert allzu gleichförmig vor sich hin. Der Rest der Songs pendelt sich dazwischen ein, weiss mehrheitlich zu gefallen, manchmal zu begeistern. Wie bei LDOA üblich besteht die Gefahr, dass man die subtile Schönheit der Songs beim erstmaligen Hören verpasst, aber in Ruhe genossen kann "Pale As Milk" zumindest mir eine halbe Stunde lang das Leben gehörig verschönern.

Fazit: "Pale As Milk" ist die konsequente Fortsetzung des Schaffens von Last Days Of April, wer melancholischen Indie-Rock mag, wird garantiert nicht enttäuscht werden.

7/10

Ähnliche Interpreten:
Last Days Of April
Ariel Kill Him

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