Pop der englischen Schule. Melodieverliebt, verspielt, leicht abgehoben.
"Everyday I Love You Less And Less", der Opener von "Employment" ist ein Song den man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bringt. Dabei fand ich ihn zuerst gar nicht mal so aufregend, aber die Synthie-Linie, die zwischen Moll und Dur pendelnde Melodieführung und der an Supergrass erinnernde "Na na na na"-Chor hinterlassen einen bleibenden Eindruck. (Übrigens findet sich auf dem Album auch ein Song mit dem Titel "Na Na Na Na Naa" und der erinnert - wen wundert's - noch stärker an Supergrass)

Im zweiten Song "I Predict A Riot" zieht der Sänger gewisse Silben in die Länge und zwar genau so wie dies auch der Sänger der Winterthurer My Name Is George zu tun pflegt. Ein Vergleich der auch musikalisch Sinn macht, da die Kaiser Chiefs ebenfalls ihre Inspiration in vergangenen Jahrzehnten suchen und die Orgel/Keyboard/Piano-Töne einen dominanten Part übernehmen.

Song Nr. 3 "Modern Way" lebt von spärlichen Synthie-Tupfern und einem Refrain, der die alten Blur wieder aufleben lässt. Und so weiter, jeder Song eine Assoziation, aber kein Ausfall darunter. Das ist ja schon mal nicht schlecht.

"Hit" des Albums ist sicherlich "Oh My God", dessen Refrain gleichermassen simpel wie mitreissend ist. Aber er erinnert mich verdammt an irgendeinen Song, weiss nur nicht an welchen. Vielleicht was von Madness?

Die Stimmen die von "Employment" als dem "aufregendsten Album des Jahres" sprechen kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber die Kaiser Chiefs legen sicherlich eine ausgesprochen gut verdauliche Brit-Pop-Platte vor.

7/10

Ähnliche Interpreten:
Supergrass
Blur
My Name Is George
Madness

www.kaiserchiefs.co.uk