Schwere Kost.
War Isis nicht die Mutter von Gott oder so? Nicht nur. Isis sind sowas wie die Tool des Undergrounds. Mit „Panopticon“ veröffentlichten sie vor zwei Jahren ein Meisterwerk, ein Koloss von einem Album. Damit aber nicht genug. „In The Absence Of Truth“ toppt den Vorgänger, und zwar locker! Die Songs sind noch dynamischer, das Drum noch tighter und druckvoller, die Gitarrenwände werden sparsamer, dafür aber umso effektiver eingesetzt. Und Aaron Turner singt, statt nur zu brüllen! Die Songs sind natürlich immer noch lang. Sie brauchen aber auch Zeit, um diese Isis-typische klaustrophobische Spannung aufzubauen. Und das können sie wie kaum eine andere Band. Durch das Wechselspiel von sphärischen Gesangs- und knüppelharten Growl-Parts wirken die Ausbrüche sogar noch brachialer als früher. Dieser Gegensatz ist auch die grösste Stärke von „In The Absence Of Truth“. Nach einigen Hördurchgängen entfaltet jeder Song neue Details, sie werden von Mal zu Mal grandioser. Die Stimmung bewegt sich über das gesamte Album irgendwo zwischen beklemmend und apokalyptisch.

Die anstehende Amerika Tour zusammen mit Tool wird Isis wohl gross machen. Verdient hätten sie es auf jeden Fall.

8/10

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