Es wird heiss auf der Tanzfläche.
Alle, wirklich alle scheinen auf dieses Album gewartet zu haben und alle, wirklich alle preisen es nun in den höchsten Tönen. Und dies, obwohl Hot Hot Heat mit dem Vorgänger "Make Up The Breakdown", das auf genial-simple Art und Weise Power-Pop-Melodien, Indie-Gitarren und tanzbare Rhythmen verband, die Messlatte nicht gerade tief angesetzt hatten. Doch "Elevator" macht nun zur Freude aller deutlich, dass "Make Up The Breakdown" kein Zufallstreffer war, sondern dass hier eine Band am Werk ist, die die Quintessenz von Pop-Genies wie Elvis Costello oder Joe Jackson auf wunderbarste Art in die Neuzeit zu transportieren vermag. Und dabei wirken Hot Hot Heat nicht mal sonderlich "retro", nein eher zeitlos.

Im Vergleich zum Vorgänger sind aber doch einige Veränderungen festzuhalten. Das Tempo wurde leicht gedrosselt, die Instrumentierung ist vielseitiger, das Songwriting überraschender (ein wahrer Geniestreich ist etwa der Grundtonwechsel im Refrain von "Goodnight, Goodnight"). Was bleibt ist die wunderbare Donald Duck-Stimme von Sänger Steve Bays, die so gar nicht zu seinem puppenhaften Aussehen passen will. Und die Eingängigkeit von Songs wie "Shame On You" oder "Pickin' It Up" (die "No Not Now" oder "Bandages" vom Vorgänger in nichts nachstehen), welche nie zu Oberflächlichkeit verkommt. Einzig "You Owe Me An IOU" und "Soldier In A Box" drohen etwas in die Mittelmässigkeit abzudriften, können aber letztlich nicht verhindern, dass "Elevator" den Erwartungen absolut gerecht wird. Unter dem Strich wieder zehn grandiose Power-Pop-Perlen, was will man mehr?

9/10

Ähnliche Interpreten:
Elvis Costello
Koufax
Joe Jackson

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