Deftige Töne.
Da hab wohl jemand in letzter Zeit viel Deftones gehört… Auf „Magnetic North“ deutet nicht mehr viel darauf hin, dass es sich hier um Hopesfall handelt. Um die Hopesfall, die mal in der christlichen Hardcore-Schublade hausten.

Man könnte „Magnetic North“ das Etikett „unentschlossen“ anheften. Andererseits kann es fast nicht als Nachteil gelten, wie Hopesfall mit den Extremen von laut und leise, von brachial und zurückhaltend umgehen. Harte Rocker wie „Rx Contender The Pretender“ stehen neben Soundcollagen wie das abschliessende „Paisley“, oft wird innerhalb eines Songs mehrmals die Richtung, die Lautstärke oder das Tempo gewechselt. Die Gitarren klingen im einen Moment nach Dredg, im nächsten nach den Deftones. Letztere haben vor allem auch beim Gesang deutliche Spuren hinterlassen.

Die Produktion trägt vielleicht eine Spur zu dick auf, wie es bei amerikanischen Bands leider zu häufig der Fall ist. Alles kommt im ultrafetten Gewand daher, da wünschte man sich teilweise einen etwas homogeneren Mix. Nichtsdestotrotz ist Hopesfall mit „Magnetic North“ ein grosser Wurf gelungen.

Ähnliche Interpreten:
Deftones
Glassjaw
Thursday

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