07. Juni 2006
GUILLEMOTS - From The Cliffs (Naïve/Musikvertrieb)
Ähnlich wie Arcade Fire oder Clap Your Hands Say Yeah waren Guillemots urplötzlich DAS heisse Ding in den angloamerikanischen Musikblogs, weshalb nun schnell was käuflich Erwerbbares zusammengezimmert werden musste. "From The Cliffs" enthält 8 Songs, die zwischen 2003 und 2006 aufgenommen worden und auf zwei EPs verteilt unter die Leute gebracht worden sind.
Nach einem kurzen balladesken Intro folgen mit "Trains To Brazil" und "Made Up Lovesong #43" zwei tolle, beschwingte Popsongs. Vor allem ersterer hat das Zeug zum Indie-Hit. Beseelt, irgendwo zwischen Dexys Midnight Runners, Arcade Fire, Genesis und The Cure angesiedelt, erobert er im Nu das Herzen des Hörers. Mit "Over The Stairs" folgt eine Ballade, die dann leider den ersten positiven Eindruck wieder kaputt macht. Neun (zu) lange Minuten dauert der Song, von denen mindestens vier die Grenze des Erträglichen überschreiten. Der Sänger zwitschert und trillert zuweilen arg neben den Schuhen, so dass der Gebrauch der Skip-Taste mehr als gerechtfertigt erscheint. Das anschliessende "Who Left The Lights Off, Baby" ist hingegen wieder ein schmissiger Popsong. Klingt wie Wham mit dem Saxophon-Solo von "Time Of My Life" (remember Dirty Dancing?). Ok, diese Beschreibung mag nicht gerade einladend klingen, aber gebt dazu eine Prise Belle And Sebastian und ihr kommt der Sache näher. "Cats Eyes" ist dann der interessanteste Song auf dieser EP. Hochdramatischer Pop, mit balladeskem Anfang (zuweilen lassen Antony und seine Johnsons grüssen), bis der Song nach zwei Minuten kippt, fast schon jazzig wird. "Go Away" erinnert entfernt an "Love Cats" von The Cure, gepaart mit einer Prise Police und etwas Mars Volta. Beim abschliessenden, sehr zurückhaltenden Song "My Chosen One" klingt der Sänger fast wie Joey Burns von Calexico. Abgerundet wird die EP mit dem sehenswerten Video zu "Trains To Brazil" (findet ihr auch, wenn ihr untenstehenden Links zu Guillemots' Homepage oder ihrer Myspace-Seite folgt).
Fazit: Ausrutscher wie "Over The Stairs" vermeiden, und das kommende Album (auf der Band-Homepage für Juli angekündigt) wird ein Knüller für Freunde von eklektischem arty Pop!
7/10
Ähnliche Interpreten:
Mystery Jets
Arcade Fire
Fauve
www.guillemots.com
www.myspace.com/guillemotsmusic
Nach einem kurzen balladesken Intro folgen mit "Trains To Brazil" und "Made Up Lovesong #43" zwei tolle, beschwingte Popsongs. Vor allem ersterer hat das Zeug zum Indie-Hit. Beseelt, irgendwo zwischen Dexys Midnight Runners, Arcade Fire, Genesis und The Cure angesiedelt, erobert er im Nu das Herzen des Hörers. Mit "Over The Stairs" folgt eine Ballade, die dann leider den ersten positiven Eindruck wieder kaputt macht. Neun (zu) lange Minuten dauert der Song, von denen mindestens vier die Grenze des Erträglichen überschreiten. Der Sänger zwitschert und trillert zuweilen arg neben den Schuhen, so dass der Gebrauch der Skip-Taste mehr als gerechtfertigt erscheint. Das anschliessende "Who Left The Lights Off, Baby" ist hingegen wieder ein schmissiger Popsong. Klingt wie Wham mit dem Saxophon-Solo von "Time Of My Life" (remember Dirty Dancing?). Ok, diese Beschreibung mag nicht gerade einladend klingen, aber gebt dazu eine Prise Belle And Sebastian und ihr kommt der Sache näher. "Cats Eyes" ist dann der interessanteste Song auf dieser EP. Hochdramatischer Pop, mit balladeskem Anfang (zuweilen lassen Antony und seine Johnsons grüssen), bis der Song nach zwei Minuten kippt, fast schon jazzig wird. "Go Away" erinnert entfernt an "Love Cats" von The Cure, gepaart mit einer Prise Police und etwas Mars Volta. Beim abschliessenden, sehr zurückhaltenden Song "My Chosen One" klingt der Sänger fast wie Joey Burns von Calexico. Abgerundet wird die EP mit dem sehenswerten Video zu "Trains To Brazil" (findet ihr auch, wenn ihr untenstehenden Links zu Guillemots' Homepage oder ihrer Myspace-Seite folgt).
Fazit: Ausrutscher wie "Over The Stairs" vermeiden, und das kommende Album (auf der Band-Homepage für Juli angekündigt) wird ein Knüller für Freunde von eklektischem arty Pop!
7/10
Ähnliche Interpreten:
Mystery Jets
Arcade Fire
Fauve
www.guillemots.com
www.myspace.com/guillemotsmusic




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