29. November 2005
GRAVENHURST - Fires In Distant Buildings (Warp/Musikvertrieb)
Man nehme My Bloody Valentine, schäle den Kern ihrer Songs aus der Feedbackhülle und man hat einen Eindruck davon, wie Gravenhurst klingen. "Fires In Distant Buildings" bietet stoischen, knochentrockenen Indie-Rock mit Ausflügen ins Singer/Songwriter-Genre und ausgeprägter Shoegazer-Attitüde.
Die acht Songs sind minimalistisch instrumentiert und arrangiert. "The Velvet Cell" wird von einem Achtel-Beat voran getrieben, die Gitarre perlen, der Sänger schmachtet leise. "Animals" nimmt das Tempo wieder zurück, baut sich in Mogwai'scher Manier auf. "Nicole", ein wunderschönes, ganz leises Lied, erinnert ein wenig an die ruhigen Momente von Sufjan Stevens. Das über 10-minütige "Songs From Under The Arches" schliesslich beginnt noch reduzierter, fast drei Minuten lang geschieht beinahe nichts, bis ein schweres Wüsten-Rock-Riff sturmböenmässig über uns herein bricht. "The Velvet Cell Reprise" treibt den Stoizismus auf die Spitze, indem es fast fünf Minuten lang die zentrale Akkordfolge aus "The Velvet Cell" wiederholt.
"Fires..." ist sicher nicht die Platte für jede Stunde. Aber zuhause, zu fortgeschrittener Stunde im abgedunkelten Zimmer, da funktioniert sie ganz wunderbar.
8/10
Ähnliche Interpreten:
Yo La Tengo
My Bloody Valentine
Seachange
www.silentagerecords.co.uk/gravenhurst
Die acht Songs sind minimalistisch instrumentiert und arrangiert. "The Velvet Cell" wird von einem Achtel-Beat voran getrieben, die Gitarre perlen, der Sänger schmachtet leise. "Animals" nimmt das Tempo wieder zurück, baut sich in Mogwai'scher Manier auf. "Nicole", ein wunderschönes, ganz leises Lied, erinnert ein wenig an die ruhigen Momente von Sufjan Stevens. Das über 10-minütige "Songs From Under The Arches" schliesslich beginnt noch reduzierter, fast drei Minuten lang geschieht beinahe nichts, bis ein schweres Wüsten-Rock-Riff sturmböenmässig über uns herein bricht. "The Velvet Cell Reprise" treibt den Stoizismus auf die Spitze, indem es fast fünf Minuten lang die zentrale Akkordfolge aus "The Velvet Cell" wiederholt.
"Fires..." ist sicher nicht die Platte für jede Stunde. Aber zuhause, zu fortgeschrittener Stunde im abgedunkelten Zimmer, da funktioniert sie ganz wunderbar.
8/10
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