Schroff, schrill, schräg. Reichlich abgefahrener Post-Punk aus Frankreich.
Ein Song einer französischen Band mit dem Titel "Karl-Heinz Mucke" kann ja nur einen schrägen Text haben: "Isch bin Reporter einär süddeutschen Zeitung", "Isch war einmal in einem Flugzeug, als ein Katastroph geschah. Frauen und Kinder haben geschrien aber isch hätte keine Angst". Was möchte uns der Künstler hier mitteilen? Keine Ahnung...

Im weiteren Verlauf von "Destroyed To Perfection" wechseln Gomm zwischen Französisch und Englisch, sowie zwischen Frauen-und Männergesang. Musikalisch dominiert wird die Platte von den schroffen Gitarrenriffs, den eckigen Rhythmen, die in ihrer Maschinenartigkeit immer wieder an Joy Division erinnern. Trotzdem sind die Songs meist sehr tanzbar. "Rejoice" mündet beispielsweise in einen Disco-Rock-Refrain, wie man ihn auch von Gang Of Four kennt. Generell setzen Gomm wie die genannten Bands auf Minimalismus: wenige Worte, wenige Töne, repetitive Muster. Das hat was Hypnotisches, kann aber manchmal auch langweilen (was aber eher selten der Fall ist).

Analog-Synthies, Rumpel-Schlagzeug und kalte Gitarren formen eine ziemlich mächtige Sound-Walze, die einen etwas zu überfahren droht. Es brauchte schon ein paar Durchgänge, bis ich die Subtilitäten in Gomm's Musik entdeckt habe. Dennoch lässt mich die Platte etwas ratlos, weshalb ich mal eine vorsichtige 7 vergebe, mit dem Hinweis dass die Note eher als "irgendwo zwischen 6 und 8 angesiedelt" zu verstehen ist.

7/10

Ähnliche Interpreten:
The Je Ne Sais Quoi
Joy Division
Gang Of Four

gomm.free.fr