They look good on the dancefloor.
Flink haben sich ganz schön weiterentwickelt. "Ontheoutsideoflife" war es noch förmlich anzhören, wo das Album aufgenommen wurde: in Schweden. Melancholischer Poprock von der Last Days Of April- und Logh-Schublade, was nicht zuletzt wohl auch die Handschrift von Produzent Matias Oldén war. Diesmal reiste man nicht ins Kalte Schweden, sondern ins sonnige Spanien. Genauer gesagt zu Santi Garcia, welcher auch schon für das letzte Werk von Favez verantwortlich war.

Was beim ersten Hören am meisten auffällt, ist die Tatsache, dass die Melancholie früherer Tage beinahe vollständig tanzbaren Rhythmen der angesagten Sorte Platz gemacht haben. Dass da in den letzten Jahren jemand viel FranzMaximoBlocChiefs gehört hat, ist offensichtlich. Sowas gefällt mir ja im Prinzip überhaupt nicht. Allerdings sind da nach wie vor die typischen Flink-Melodien, und die machen die ganze Angelegenheit für mich doch wieder interessant. „Well Well Well“ ist der perfekte Opener, kurz, schnörkellos und hochmelodiös. Das hochgradig tanzbare (wie ich diesen Begriff hasse!) "Carl Gustav" überrascht mit 80ies Synthiechören, „Vanishing Scene“ wirkt auf Anhieb etwas langweilig, hat trotzdem irgendwas. Ein kreativer Basslauf, eine Chorus-Melodie. Gefällt nach ein paar Durchläufen auch. Den meiner Meinung nach besten Song haben sich die vier Luzerner aber bis zum Schluss aufgespart. „Betterthans“, was für ein Refrain, was für ein „Lalala-Chor“ zum Schluss.

Man könnte Flink vorwerfen, auf den aktuellen New Wave Zug aufzuspringen, weil dieser gerade besonders aktuell ist. Man würde ihnen Unrecht tun damit. Flink ist mit „Moog“ ein eigenständiges, kreatives und abwechslungsreiches Indierock-Album gelungen. Eines, dass wohl noch einige Beachtung finden wird.

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