23. Juni 2005
FINCH – Say Hello To Sunshine (Drive-Thru/Universal)
Finch.... Diesen Namen hat wohl jeder Jugendliche sowie Junggebliebene dieser Welt schon Mal gehört. Denkt mal nach... Genau! Finch ist der „Heimscheisser“ aus „American Pie“. Angeblich haben sich die vier Amis sogar nach dieser Filmfigur benannt. So erfolgreich wie der genannte Film war ihre Debütwerk „What It Is To Burn“ allerdings zuerst nicht. Zumindest nicht in Europa. Eigentlich erstaunlich, gehörten Finch doch zusammen mit The Used zu den Initianten des Screamo-Genres. Vier Jahre sind seit der Veröffentlichung vergangen. Inzwischen haben sich Finch auch in Europa eine beachtliche Fanschar erkämpft, nicht zuletzt dank Hintergrundmusik bei Sendungen wie „MTV Dismissed“, „Room Raiders“ und wie sie alle heissen.
Nun hat sich die Schublade Screamo leider mit unzähligen, langweiligen und berechnenden Nachkommen gefüllt. Es scheint fast, als bekomme jede Schülerband, die einen begnadeten Shouter in ihren Reihen hat, einen Plattenvertrag. Finch haben das kapiert, und sich mit „Say Hello To Sunshine“ quasi neu erfunden. Ohrwürmer à la „Letters To You“ sind Vergangenheit. Es wird auf Vertracktheit und Eigenständigkeit gesetzt. Meistens geht das auf, wie z.B. beim Opener „Insomniatic Meat“ oder dem brillianten „A Man Alone“, das sogar an Ataris’ „Teen Age Riot“ erinnert. Etwas übertrieben wird das Spiel dann bei den letzten beiden Tracks, welche eher nach Slipknot als nach Idolen wie Faith No More oder Glassjaw klingen. Angesichts der Tatsache, dass letztere wohl nicht so schnell wieder zurückkehren werden, ist die neue Finch eine Alternative, die diesen Vergleich keineswegs zu scheuen braucht.
Wenn es eine Band schafft, vom massenkompatiblen Screamo loszukommen, um eine eigenwillige, mutige Platte wie „Say Hello To Sunshine“ zu veröffentlichen, hat das schon Respekt verdient. Diesem Beispiel dürfen ruhig weitere Emo-Boys folgen. Einen Zusatzpunkt gibt es also alleine schon für den Mut, diese Herausforderung anzunehmen.
8/10
Ähnliche Interpreten:
Glassjaw
The Used
From Autumn To Ashes
www.finchmusic.com
Nun hat sich die Schublade Screamo leider mit unzähligen, langweiligen und berechnenden Nachkommen gefüllt. Es scheint fast, als bekomme jede Schülerband, die einen begnadeten Shouter in ihren Reihen hat, einen Plattenvertrag. Finch haben das kapiert, und sich mit „Say Hello To Sunshine“ quasi neu erfunden. Ohrwürmer à la „Letters To You“ sind Vergangenheit. Es wird auf Vertracktheit und Eigenständigkeit gesetzt. Meistens geht das auf, wie z.B. beim Opener „Insomniatic Meat“ oder dem brillianten „A Man Alone“, das sogar an Ataris’ „Teen Age Riot“ erinnert. Etwas übertrieben wird das Spiel dann bei den letzten beiden Tracks, welche eher nach Slipknot als nach Idolen wie Faith No More oder Glassjaw klingen. Angesichts der Tatsache, dass letztere wohl nicht so schnell wieder zurückkehren werden, ist die neue Finch eine Alternative, die diesen Vergleich keineswegs zu scheuen braucht.
Wenn es eine Band schafft, vom massenkompatiblen Screamo loszukommen, um eine eigenwillige, mutige Platte wie „Say Hello To Sunshine“ zu veröffentlichen, hat das schon Respekt verdient. Diesem Beispiel dürfen ruhig weitere Emo-Boys folgen. Einen Zusatzpunkt gibt es also alleine schon für den Mut, diese Herausforderung anzunehmen.
8/10
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Glassjaw
The Used
From Autumn To Ashes
www.finchmusic.com




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