18. Juli 2006
END OF A YEAR - Sincerely (Revelation/Irascible)
"Recorded by Don Zientara at his Inner Ear Studio". Soll ich überhaupt noch mehr schreiben? Im Inner Ear Studio wurde (US-)Musikgeschichte geschrieben, die gesamte D.C.-Szene (Minor Threat, Rites Of Spring, Fugazi etc). hat dort aufgenommen, die Liste der Klienten liest sich wie ein Who is Who des US-Underground. End Of A Year, das jüngste Signing des US-Hardcore/Emo-Labels Revelation knüpfen mit "Sincerely" ziemlich genau dort an, wo Rites Of Spring mit ihrem legendären selbstbetitelten Album 1985 aufgehört (und damit der Legende nach die Emo-Bewegung ins Leben gerufen) hatten. Die Helden-Verehrung geht so weit, dass man Zientara offenbar aufgetragen hat, den Sound von R.O.S.' Debut so exakt wie möglich zu reproduzieren. So tönt es denn genauso dünn und scheppernd aus den Boxen, was im Jahre 2006 etwas eigenartig klingen mag, angesichts der Schwemme an massiv überproduzierten US-Screamo-Bands aber sehr erfrischend ist.
Auch sonst sind Guy Picciotto und seine Mannen omnipräsent. Sei es der rauhe Gesang, die Kombination von rhythmischen Power-Chord-Riffs und kleinen aber feinen Gitarrenmelodien oder das treibende Drumming (viel Blech und viel Toms), alles, wirklich alles erinnert an Rites Of Spring. Originalität ist also nicht die Stärke von End Of A Year, aber wie schon das grossartige Album von The Loved Ones haut mich "Sincerely" mit seiner Spielfreude und der ungebändigten Energie schlicht um. Dass die Band im Booklet zu den Lyrics jedes Songs auch gleich noch eine Hörempfehlung abruckt (reicht von Nick Lowe über George Harrison bis zu 108 und Botch), macht die Sache nur noch sympathischer. Zwischen all den feingeistigen Pop-Meisterwerken von TV On The Radio, Divine Comedy oder Fine Arts Showcase, die ich dieser Tage rauf und runter höre, haben sich End Of A Year mit diesen knapp 30 Minuten Punkrock ein Plätzchen in meinem CD-Player gesichert.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Rites Of Spring
One Last Wish
Jawbreaker
Challenger
www.endofayear.com
www.myspace.com/endofayear
Auch sonst sind Guy Picciotto und seine Mannen omnipräsent. Sei es der rauhe Gesang, die Kombination von rhythmischen Power-Chord-Riffs und kleinen aber feinen Gitarrenmelodien oder das treibende Drumming (viel Blech und viel Toms), alles, wirklich alles erinnert an Rites Of Spring. Originalität ist also nicht die Stärke von End Of A Year, aber wie schon das grossartige Album von The Loved Ones haut mich "Sincerely" mit seiner Spielfreude und der ungebändigten Energie schlicht um. Dass die Band im Booklet zu den Lyrics jedes Songs auch gleich noch eine Hörempfehlung abruckt (reicht von Nick Lowe über George Harrison bis zu 108 und Botch), macht die Sache nur noch sympathischer. Zwischen all den feingeistigen Pop-Meisterwerken von TV On The Radio, Divine Comedy oder Fine Arts Showcase, die ich dieser Tage rauf und runter höre, haben sich End Of A Year mit diesen knapp 30 Minuten Punkrock ein Plätzchen in meinem CD-Player gesichert.
7/10
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