Eels Album Nr. 6: Ein Doppel-Album, 33 Songs, Melancholie, alles wie gewohnt?
Mark Oliver Everett a.k.a. E, Sänger und Kopf von Eels, hat eine unverkennbare Stimme. Kein Eels-Song der nicht sogleich als solcher zu erkennen ist, daran ändert sich auch auf dem neuen Album "Blinking Lights..." nichts, obwohl es musikalisch im Vergleich zu älteren Werken eine Spur reduzierter daher kommt. Viele Klavierballaden, fast schon skizzenhaft anmutende Songs die aufhören bevor sie richtig beginnen haben. Es sind zwar haufenweise Streicher und Bläser zu hören, die ordnen sich aber immer E's rauer, melancholischer Stimme unter.

Treibende Beats wie in "Trouble With Dreams" sind eher selten. Letzterer gehört sowieso zu der auf "Blinking Lights..." seltener zu findenden Kategorie "Hits", die meisten Songs sind weniger zugänglich, sind einfach da, stören nicht, fallen aber auch nicht wirklich auf.

Ungewohnt fröhlich klingen Eels in "Hey Man (Now You're Really Leaving)" auf CD2. Im Kontext der ganzen Platte stimmt der Song dann aber doch wieder nachdenklich, denn man fragt sich, ob hier nicht jemand einfach kurzfristig ein fröhliches Gesicht aufsetzt, um sich selber von seinen Problemen abzulenken...

Wie so viele Doppel-Alben leidet "Blinking Lights..." leider unter seiner Länge, zumal es zwischen den beiden CD's keinen Unterschied gibt. 33 neue Eels-Songs sind mir einfach ein paar zuviel...

6/10

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www.eelstheband.com