01. November 2006
DEFTONES – Saturday Night Wrist (Maverick/Warner)
Das war ja eine ganz schöne Zangengeburt. Über drei Jahre ist es nun her, seit die Deftones ihr letztes Werk auf den Mark gebracht haben. Chino Moreno war in der Zwischenzeit häufiger mit seinem Elektroprojekt Team Sleep beschäftigt, als sich auf die Studioaufnahmen mit den Deftones zu konzentrieren. Dies schlug sich auch auf die interne Chemie aus. Lange Zeit war höchst ungewiss, ob „Saturday Night Wrist“ jemals das Licht der Welt erblicken würde. Nicht weniger als vier Produzenten wurden verschlissen, darunter die Legende Bob Ezrin (u.a. Pink Floyd und Pink) und Shaun Lopez (Ex-Gitarrist von Far), die Band war zerstritten. Schlussendlich hat man sich dann aber doch zusammengerafft. Ein Segen für jeden Liebhaber von Rockmusik!
Mit dem neusten Wurf ist den Defones ein potentieller Klassiker gelungen. Wer mit dem letzten, selbstbetitelten Album unglücklich war, kommt nun wieder voll auf seine Kosten Gleich die erste Single „Hole In The Earth“ zieht alle Register. Die Deftones sind zurück, und wie! Das knüppelharte „Rapture“ und allen voran das grandiose „Beware“, die Hymne „Cherry Waves“ und das eingängige „Mein“ (mit Gastsänger Serj Tankian von System Of A Down) katapultieren diese Scheibe direkt auf eine Ebene mit „White Pony“. Wer hätte das den Fünfer aus Sacramento noch einmal zugetraut? Das instrumentale „Xerces“ erinnert an ältere Dredg, „Rats! Rats! Rats“ ist so brachial wie noch nie bei den Deftones. Die Elektrospielereien bei „Pink Cellphone“ stören etwas den Fluss, bevor die letzten drei Songs jedoch für mehr als nur Entschädigung sorgen.
Die Deftones bieten auch mit ihrem neusten Wurf alles andere als leichte Kost. Die Songs brauchen Zeit, um sich vollends zu entfalten. Wer sich Zeit nimmt, dem wird aber klar: Die Deftones gehören zu nach wie vor zu den besten Rockacts der Gegenwart. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht der letzte Output gewesen ist...
9/10
Ähnliche Interpreten:
Team Sleep
Thrice
Aereogramme
Dredg
www.deftones.com
www.myspace.com/deftones
Mit dem neusten Wurf ist den Defones ein potentieller Klassiker gelungen. Wer mit dem letzten, selbstbetitelten Album unglücklich war, kommt nun wieder voll auf seine Kosten Gleich die erste Single „Hole In The Earth“ zieht alle Register. Die Deftones sind zurück, und wie! Das knüppelharte „Rapture“ und allen voran das grandiose „Beware“, die Hymne „Cherry Waves“ und das eingängige „Mein“ (mit Gastsänger Serj Tankian von System Of A Down) katapultieren diese Scheibe direkt auf eine Ebene mit „White Pony“. Wer hätte das den Fünfer aus Sacramento noch einmal zugetraut? Das instrumentale „Xerces“ erinnert an ältere Dredg, „Rats! Rats! Rats“ ist so brachial wie noch nie bei den Deftones. Die Elektrospielereien bei „Pink Cellphone“ stören etwas den Fluss, bevor die letzten drei Songs jedoch für mehr als nur Entschädigung sorgen.
Die Deftones bieten auch mit ihrem neusten Wurf alles andere als leichte Kost. Die Songs brauchen Zeit, um sich vollends zu entfalten. Wer sich Zeit nimmt, dem wird aber klar: Die Deftones gehören zu nach wie vor zu den besten Rockacts der Gegenwart. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht der letzte Output gewesen ist...
9/10
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www.deftones.com
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