Days In Grief überzeugen mit emotionalem Hardcore, mit der perfekten Balance zwischen hart und zart.
Na das ist doch mal eine produktive Truppe! Nur knapp 15 Monate nach ihrem Erstlingswerk veröffentlichen Days In Grief nun bereits der Nachfolger! Ähnlich wie die ungleich populäreren Kollegen von Thrice und Funeral For A Friend, beherrschen sie das Wechselspiel von heftigen Metal- oder Hardcore-Passagen und melodiösen Parts perfekt. Des weiteren begnügt sich der Shouter im Hintergrund nicht mehr nur aufs Schreien, sondern rückt häufiger auch stimmlich mehr in den Vordergrund.

Ok, innovativ ist das Ganze nicht. Aber wer mit den genannten Vergleichen etwas anfangen kann, sollte hier mal ein Ohr riskieren. Denn im Gegensatz zur neuen Funeral For A Friend Scheibe vergessen die vier Jungs hier nicht, trotz den tollen Melodien ein paar ordentliche Mosh-Parts dazwischenzuschieben. Schön zu sehen, dass neben dem unübersichtlichen Haufen von melodiösen HC-Bands aus den USA sich eine weitere Szene entwickelt: Deutschland. Vor einigen Monaten haben uns bereits die wunderbaren Fire In The Attic mit einer Hammerplatte beglückt. An dessen Klasse kommen DIG zwar nicht ganz ran, aber unzähligen amerikanischen Pseudorocker können sie locker das Wasser reichen.

Als Anspieltipps würde ich an dieser Stelle „Political Correctness“ und „Economic Tyranny“ empfehlen. Während ersteres durch einen dynamischen Aufbau mit melodischem Hookline besticht und mit einem Piano-Outro abschliesst, ist „Economic Tyranny“ ein brutaler Zweiminuten-Knüppler der besten Sorte. Also, liebe Leute. Gute, emotionale HC-Bands gibt es auch diesseits des Teichs!

7/10

Ähnliche Interpreten:
Fire In The Attic
Waterdown
Thrice

www.daysingrief.de