11. Juli 2006
CSS - Cansei de ser sexy (Sub Pop/Irascible)
Kläglich, was die brasilianische Nationalmannschaft an der Fussball-WM gezeigt hat. Wer sich technische Brillanz in Kombination mit erfrischenden Spielzügen erhofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Besser macht es CSS, die sechsköpfige Truppe (5 Mädels, 1 Junge) aus Sao Paolo. Zugegeben, technische Raffinesse ist nicht die Stärke von CSS, im Vergleich zu den (theoretisch vorhandenen) Fähigkeiten von Ronaldinho und Co. sind CSS eine Bande von Schulkindern, die auf den Platz stürmen und den Ball einfach ins Tor bringen wollen, egal wie. Oder um den Bogen zur Musik zu schlagen: Die das Bein einfach zum Tanzen bringen wollen, egal wie. Was CSS zum Besten geben, entstammt sicher nicht der hohen Schule des Songwritertums. Aber ihre Mischung aus Disco, Funk, Elektronik, (80s-)Pop und (Indie-)Rock ist frisch und unbeschwert, die Songtitel und Texte zeugen von Witz (allen voran mein Favorit "Let's Make Love And Listen To Death From Above") und die Stimmen sind juvenil-frech, ohne zu nerven.
Nach dem technoiden Intro "CSS Suxx" erklingt ein indiepoprockiger Song aus den Boxen ("Patins"), weiter geht's mit elektronischen Klängen ("Alala") bevor mit "Let's Make Love And Listen To Death From Above" (mein nicht ganz unumstrittener Sommerhit) Disco-funkige Töne angeschlagen werden. Damit ist die Bandbreite in etwa abgesteckt, es folgen Variationen, unter denen vor allem "Fuckoff Is Not The Only Thing You Have To Show", "Music Is My Hot, Hot Sex" und "This Month, Day 10" herausragen.
"Niveau wo?" mag sich der Snob vielleicht fragen, aber wenn man sich tagsüber das Hirn bei 30 Grad im Schatten weichkochen lässt, ist nach Mitternacht Musik wie die von CSS der richtige Stoff für die Beine. "Guilty Pleasure", sagen die Anglophonen zu sowas. Kopf abschalten, den Beinen freien Lauf lassen und alles wird gut.
7/10
Ähnliche Interpreten:
Vive La Fête
Le Tigre
www.canseidesersexy.com
www.myspace.com/canseidesersexy
Nach dem technoiden Intro "CSS Suxx" erklingt ein indiepoprockiger Song aus den Boxen ("Patins"), weiter geht's mit elektronischen Klängen ("Alala") bevor mit "Let's Make Love And Listen To Death From Above" (mein nicht ganz unumstrittener Sommerhit) Disco-funkige Töne angeschlagen werden. Damit ist die Bandbreite in etwa abgesteckt, es folgen Variationen, unter denen vor allem "Fuckoff Is Not The Only Thing You Have To Show", "Music Is My Hot, Hot Sex" und "This Month, Day 10" herausragen.
"Niveau wo?" mag sich der Snob vielleicht fragen, aber wenn man sich tagsüber das Hirn bei 30 Grad im Schatten weichkochen lässt, ist nach Mitternacht Musik wie die von CSS der richtige Stoff für die Beine. "Guilty Pleasure", sagen die Anglophonen zu sowas. Kopf abschalten, den Beinen freien Lauf lassen und alles wird gut.
7/10
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