Es war einmal...
... ein Album mit dem einprägsamen Namen "In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3". Ein Jahrzehntwerk, mindestens. Dafür werden Coheed And Cambria in 30 Jahren mit Sicherheit immer noch ein Begriff sein. Das war vor vier Jahren, Coheed And Cambria waren noch unbekannt. Heute sind Claudio Sanchez und Co. ein ganzes Stück grösser, bei einem Majorlabel unter Vertrag, "No World For Tomorrow" ist ihr viertes und mit Abstand schwächstes Werk. Teil vier der insgesamt fünfteiligen Science Fiction Saga fehlen die Emotionen von "The Second Stage Turbine Blade" oder die Magie von "In Keeping Secrets". Es wird noch vermehrter als auf dem Vorgänger auf Progrock der alten Schule gesetzt, was an sich nicht negativ sein muss, allerdings oftmals etwas aufgesetzt wirkt. Lichte Momente gibts immer noch, so zum Beispiel der Titeltrack oder "The End Complete", die sehr poppige Single "The Running Free" ist ein echter Hit. Nichtsdestotrotz haben Coheed And Cambria, so scheint es, ihren Zenit schon vor einiger Zeit überschritten. Das gewaltige Projekt, eine zusammenhängnde Fantasy-Liebesgeschichte musikalisch über fünf Alben hinweg zu erzählen, war vielleicht eine Spur zu ambitioniert. Aber, wenn jetzt schon bei Album Nr. 4 angelangt, bleibt zu hoffen, dass das fünfte, welches den Anfang der Story bildet, tatsächlich auch noch aufgenommen wird.

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