11. April 2007
BRIGHT EYES - Cassadaga (Saddle Creek/Universal)
Vorbei sind sie, die Tage, an denen uns Conor Oberst weinschlürfend von seinem Elend vorheulte. Conor ist nicht mehr unglücklich. Zumindest nicht mehr todunglücklich. Maria Taylor heisst nicht nur eines seiner Labelmates, sondern auch die neue Frau an seiner Seite. Und das hört man "Cassadaga" jederzeit an. Conor mimt auch nicht weiter den Alleinunterhalter. Bright Eyes ist keine One Man Show mehr, sondern eine Band.
Die Songs strotzen nur so vor orchestralem Bombast, Backgroundchören und, naja, Glück eben. Von der akustischen Zurückhaltung à la "Lua" keine Spur mehr, genauso wenig von der elektronischen Verspieltheit aus "Digital Ash In A Digital Urn" Zeiten. Die Single "Four Winds" könnte auch von einem gutgelaunten Ryan Adams stammen. "If The Brakeman Turns My Way" bleibt auf Anhieb unweigerlich hängen, nur schon des Hintergrund-Chores wegen. Auch „Soul Singer In A Session Band“ ist ganz hübsch geraten. Nett. Ein Attribut, das nach vergangenen Grosstaten eindeutig zu wenig ist.
Herausragende Momente, wie sie auf "I'm Wide Awake, It's Morning" noch zuhauf zu finden waren, bleiben fast gänzlich aus. Kein "Lua", kein "First Day Of My Life", kein "Poison Oak". Die magischen Augenblicke bleiben leider beinahe vollständig auf der Strecke. Schade. Aber im Prinzip auch nicht unbedingt verwunderlich. Was sollte nach "Digital Ash..." und vor allem "I'm Wide Awake..." noch folgen? Nach solchen Meisterwerken gelingt es nun wirklich nich vielen Künstlern, da anzuschliessen. Was bleibt, ist die Gewissheit: Auch Conor Oberst ist nur ein Mensch.
Ähnliche Interpreten:
An Angle
Ryan Adams
Boy Omega
www.thisisbrighteyes.com
www.myspace.com/brighteyes
Die Songs strotzen nur so vor orchestralem Bombast, Backgroundchören und, naja, Glück eben. Von der akustischen Zurückhaltung à la "Lua" keine Spur mehr, genauso wenig von der elektronischen Verspieltheit aus "Digital Ash In A Digital Urn" Zeiten. Die Single "Four Winds" könnte auch von einem gutgelaunten Ryan Adams stammen. "If The Brakeman Turns My Way" bleibt auf Anhieb unweigerlich hängen, nur schon des Hintergrund-Chores wegen. Auch „Soul Singer In A Session Band“ ist ganz hübsch geraten. Nett. Ein Attribut, das nach vergangenen Grosstaten eindeutig zu wenig ist.
Herausragende Momente, wie sie auf "I'm Wide Awake, It's Morning" noch zuhauf zu finden waren, bleiben fast gänzlich aus. Kein "Lua", kein "First Day Of My Life", kein "Poison Oak". Die magischen Augenblicke bleiben leider beinahe vollständig auf der Strecke. Schade. Aber im Prinzip auch nicht unbedingt verwunderlich. Was sollte nach "Digital Ash..." und vor allem "I'm Wide Awake..." noch folgen? Nach solchen Meisterwerken gelingt es nun wirklich nich vielen Künstlern, da anzuschliessen. Was bleibt, ist die Gewissheit: Auch Conor Oberst ist nur ein Mensch.
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