19. Januar 2007
BRAND NEW – The Devil And God Are Raging Inside Me (Interscope/Universal)
Mit “Déjà Entendu” gelang Brand New in den USA vor bald vier Jahren der grosse Durchbruch. Nach dem Debüt „Your Favorite Weapon“, welches es noch eher auf das Poppunk-Publikum abgesehen hatte, war „Déjà Entendu“ ein grosser Sprung nach vorne, und katapultierte die Band fast über Nacht auf Augenhöhe mit Bands wie Taking Back Sunday. Auch Taking Back Sunday veröffentlichten vor einigen Monaten ihren dritten Longplayer, einen sehr enttäuschenden allerdings. Das machen Brand New besser. Viel besser! Vergleichbar mit Thrice oder Matchbook Romance, schafft es der Vierer um Sänger Jesse Lacey auf eindrückliche Art und Weise, sich vom standardisierten Emogedudel zu entfernen.
„Sowing Season (Yeah)“ ist schon mal ein sensationeller Start in ein hervorragendes Album. „Jesus Christ“, eigentlich nur aus einer einzigen Gitarrenlinie bestehend, hypnotisiert mit seiner wunderschönen Melodie. „Degausser“ weiss mit einem simplen, aber äusserst effektiven Riff zu begeistern, das fast achtminütige „Limousine“ ist eine einzige Achterbahn der Gefühle. Mal laut, mal leise, garniert mit dramatischen Steigerungen. „You Don’t Know“ gibt sich zuerst als kleine Verschnaufspause aus, überrumpelt dann aber plötzlich mit einem unerwarteten Tempowechsel. Ein weiteres Highlight, auf einer Platte, die von solchen beinahe platzt. Bei „Not The Sun“ und “Archers” schauen dann die alten, punkigeren Tage nochmals kurz vorbei. „Luca“ beginnt zu Tode betrübt, arbeitet aber auf den unvermeidlichen Ausbruch hin, welcher sich in einem stürmischen Gitarrengewitter entlädt. Auch die Brand New typische Akustikballade zum Abschluss ist vorhanden („Handcuffs“), kann aber „Play Crack The Sky“ und „Soco Amaretto Lime“ leider bei weitem nicht das Wasser reichen. Dies tut dem Hörgenuss jedoch keinen Abbruch. „The Devil And God...“ ist für Brand New ein Quantensprung, ein vor Kreativität nur so strotzendes, kleines Meisterwerk. Eines, das mit jedem Hören besser wird.
8/10
Ähnliche Interpreten:
Matchbook Romance
Sparta
Thrice
www.fightoffyourdemons.com
www.myspace.com/brandnew
„Sowing Season (Yeah)“ ist schon mal ein sensationeller Start in ein hervorragendes Album. „Jesus Christ“, eigentlich nur aus einer einzigen Gitarrenlinie bestehend, hypnotisiert mit seiner wunderschönen Melodie. „Degausser“ weiss mit einem simplen, aber äusserst effektiven Riff zu begeistern, das fast achtminütige „Limousine“ ist eine einzige Achterbahn der Gefühle. Mal laut, mal leise, garniert mit dramatischen Steigerungen. „You Don’t Know“ gibt sich zuerst als kleine Verschnaufspause aus, überrumpelt dann aber plötzlich mit einem unerwarteten Tempowechsel. Ein weiteres Highlight, auf einer Platte, die von solchen beinahe platzt. Bei „Not The Sun“ und “Archers” schauen dann die alten, punkigeren Tage nochmals kurz vorbei. „Luca“ beginnt zu Tode betrübt, arbeitet aber auf den unvermeidlichen Ausbruch hin, welcher sich in einem stürmischen Gitarrengewitter entlädt. Auch die Brand New typische Akustikballade zum Abschluss ist vorhanden („Handcuffs“), kann aber „Play Crack The Sky“ und „Soco Amaretto Lime“ leider bei weitem nicht das Wasser reichen. Dies tut dem Hörgenuss jedoch keinen Abbruch. „The Devil And God...“ ist für Brand New ein Quantensprung, ein vor Kreativität nur so strotzendes, kleines Meisterwerk. Eines, das mit jedem Hören besser wird.
8/10
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