15. April 2007
BLONDE REDHEAD - 23 (4AD/Musikvertrieb)
Was einst als sperrige, stark von Sonic Youth beeinflusste Noise-Rock-Band begann, klingt heute nach der ultimativen Mischung aus den Cocteau Twins und My Bloody Valentine, vielleicht noch mit einer Prise Björk versetzt (wobei sich der Björk-Vergleich nur auf die Songs bezieht bei denen Kazu Makino singt und eigentlich auch nicht wirklich passt; nur denkt man bei hohem weiblichem Gesang, der irgendwie "arty" klingt nunmal unweigerlich an Björk...).
Blonde Redhead gehen den Weg, den sie mit "Melody Of Certain Damaged Lemons" eingeschlagen und mit "Misery Is A Butterfly" weiterverfolgt haben, konsequent weiter. Ätherischer, hypnotisierender Breitbild-Pop, je nach Standpunkt absolut geschmackssicher oder eher geschmäcklerisch (ich tendiere klar zu ersterer Einschätzung) für dessen klanglichen Feinschliff diesmal Alan Moulder (U2, Depeche Mode, My Bloody Valentine, Smashing Pumpkins) verantwortlich zeichnet. Vorbei also die Tage, als Guy Picciotto (Fugazi) hinter den Reglern stand und man folglich im Klangbild trotz allen Wohlklangs noch Ecken und Kanten entdecken konnte. Pitchfork bekundet denn auch Mühe mit dem makellosen Sound, ich hingegen find ihn reizvoll. Zumal Blonde Redhead dank der entrückten Stimmen von Kazu Makino und Amedeo Pace weiterhin abseits des Mainstreams operieren, die Songs dergestalt arrangieren, dass sie gleichermassen eingängig und clever sind und sich rhythmisch immer etwas mehr tut, als es bei glatt gebügelter Musik normalerweise der Fall ist.
Mit "23" legen Blonde Redhead eine Platte vor, die mit jedem Hördurchgang etwas mehr von sich preisgibt, die trotz allen Wohlklangs spannend ist und bleibt und der ich dieser Tage am liebsten eine kleinen Altar bauen würde.
PS1: Das ganze Album kann man sich derzeit hier anhören.
PS2: Das Video zum Opener "23" ist hier zu finden.
PS3: Am 9. Juni treten Blonde Redhead an der Bad Bonn Kilbi auf.
www.blonde-redhead.com
www.myspace.com/tributeblonderedhead
Blonde Redhead gehen den Weg, den sie mit "Melody Of Certain Damaged Lemons" eingeschlagen und mit "Misery Is A Butterfly" weiterverfolgt haben, konsequent weiter. Ätherischer, hypnotisierender Breitbild-Pop, je nach Standpunkt absolut geschmackssicher oder eher geschmäcklerisch (ich tendiere klar zu ersterer Einschätzung) für dessen klanglichen Feinschliff diesmal Alan Moulder (U2, Depeche Mode, My Bloody Valentine, Smashing Pumpkins) verantwortlich zeichnet. Vorbei also die Tage, als Guy Picciotto (Fugazi) hinter den Reglern stand und man folglich im Klangbild trotz allen Wohlklangs noch Ecken und Kanten entdecken konnte. Pitchfork bekundet denn auch Mühe mit dem makellosen Sound, ich hingegen find ihn reizvoll. Zumal Blonde Redhead dank der entrückten Stimmen von Kazu Makino und Amedeo Pace weiterhin abseits des Mainstreams operieren, die Songs dergestalt arrangieren, dass sie gleichermassen eingängig und clever sind und sich rhythmisch immer etwas mehr tut, als es bei glatt gebügelter Musik normalerweise der Fall ist.
Mit "23" legen Blonde Redhead eine Platte vor, die mit jedem Hördurchgang etwas mehr von sich preisgibt, die trotz allen Wohlklangs spannend ist und bleibt und der ich dieser Tage am liebsten eine kleinen Altar bauen würde.
PS1: Das ganze Album kann man sich derzeit hier anhören.
PS2: Das Video zum Opener "23" ist hier zu finden.
PS3: Am 9. Juni treten Blonde Redhead an der Bad Bonn Kilbi auf.
www.blonde-redhead.com
www.myspace.com/tributeblonderedhead




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