01. Februar 2007
BLOC PARTY - A Weekend In The City (Wichita/TBA)
Es ist kein Geheimnis mehr, dass wir in einer sich rasant verändernden Welt leben und so erstaunt es nicht, dass Bands sich heutzutage schon auf Album Nr. 2 neu erfinden. "A Weekend In The City" ist für Bloc Party in etwa das, was für Muse "Black Holes" oder für The Strokes "First Impressions Of Earth" war: Ein Album das zwar an der Vergangenheit anknüpft, aber das neue Akzente setzt, quasi eine Version 2.0 der Band zu etablieren versucht und das wohl am liebsten in den ganz grossen Stadien aufgeführt werden möchte.
Ich muss zugeben, ich war zuerst mehr als enttäuscht von "A Weekend In The City". Bloc Party schienen mir zuviel Wert auf eine ausgefallene Produktion gelegt, und darob das Songwriting vernachlässigt zu haben. Sie haben auch den recht eigenständigen Sound von "Silent Alarm" (dünne, schneidende Gitarren kombiniert mit massivem Schlagzeug) ausgetauscht gegen ein unpersönlicheres Bombast-Gewand, in dem man wahlweise Muse, U2, oder - leer schlucken - The Killers entdeckt. Inklusive alles zupflasternden Chören, Synthies und trendy Electronics. Aber: Kann man einen Refrain wie den von "The Prayer" nicht mögen? Kann man sich den mitreissenden Rhythmen entziehen? Diese charakteristischen Gitarrenparts nicht toll finden? Und kann man diese Texte ignorieren? "There was a sense of disappointment as we left the mall. All the young people look the same." singt Kele Okereke im vielleicht besten Song "Uniform". Banal? Sicher. Aber doch auch sehr vertraut, das Gefühl...
Kurz: "A Weekend In The City" hat mich spätestens beim vierten Hördurchgang für sich einnehmen können. Die ganz grosse Begeisterung will sich nicht einstellen, vielleicht weil ich mir noch immer ein wenig manipuliert vorkomme, weil Bloc Party irgendwie zu kalkuliert den grossen Wurf landen wollen. Aber die Platte ist mitreissend, einigermassen innovativ, Bloc Party gehören zu "den Guten". Was will man mehr?
Das ganze Album kann momentan gestreamt werden: www.myspace.com/blocparty
www.blocparty.com
Ich muss zugeben, ich war zuerst mehr als enttäuscht von "A Weekend In The City". Bloc Party schienen mir zuviel Wert auf eine ausgefallene Produktion gelegt, und darob das Songwriting vernachlässigt zu haben. Sie haben auch den recht eigenständigen Sound von "Silent Alarm" (dünne, schneidende Gitarren kombiniert mit massivem Schlagzeug) ausgetauscht gegen ein unpersönlicheres Bombast-Gewand, in dem man wahlweise Muse, U2, oder - leer schlucken - The Killers entdeckt. Inklusive alles zupflasternden Chören, Synthies und trendy Electronics. Aber: Kann man einen Refrain wie den von "The Prayer" nicht mögen? Kann man sich den mitreissenden Rhythmen entziehen? Diese charakteristischen Gitarrenparts nicht toll finden? Und kann man diese Texte ignorieren? "There was a sense of disappointment as we left the mall. All the young people look the same." singt Kele Okereke im vielleicht besten Song "Uniform". Banal? Sicher. Aber doch auch sehr vertraut, das Gefühl...
Kurz: "A Weekend In The City" hat mich spätestens beim vierten Hördurchgang für sich einnehmen können. Die ganz grosse Begeisterung will sich nicht einstellen, vielleicht weil ich mir noch immer ein wenig manipuliert vorkomme, weil Bloc Party irgendwie zu kalkuliert den grossen Wurf landen wollen. Aber die Platte ist mitreissend, einigermassen innovativ, Bloc Party gehören zu "den Guten". Was will man mehr?
Das ganze Album kann momentan gestreamt werden: www.myspace.com/blocparty
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