31. Mai 2007
BIFFY CLYRO – Puzzle (Warner)
Das freudige Erwarten des neuen Albums der ultimativen Lieblingsband bringt immer auch die Angst, enttäuscht zu werden, mit sich. Diese Band ist wohl unfähig, zu enttäuschen... So lautete meine Erkenntnis am Ende des „Infinity Land“ Reviews. Eine Tatsache, die sich mit Puzzle einmal mehr bewahrheitet.
Nachdem die ersten drei Alben innerhalb von nicht weniger als drei Jahren veröffentlicht wurden, liessen sich die drei Schotten für ihren vierten Wurf deutlich mehr Zeit. Als Produzent brilliert diesmal Garth Richardson, der schon grosse Namen wie Rage Against The Machine zu Höchstleistungen anspornte. „Puzzle“ ist im Prinzip ein Konzeptalbum. Im grössten Teil der 13 Songs wird der Tod von Simon Neil’s (Sänger und Gitarrist) Mutter verarbeitet.
Die Tradition von furiosen Startern im Sinne von „Blackened Sky“ oder „Glitter And Trauma“ findt in „Living Is A Problem Because Everything Dies“ ihre brilliante Fortsetzung. Punktgenau eingesetzte Streicher, Chöre und ein Simon Neil in Hochform. Ein Song, der nur schwer zu toppen ist. Dagegen wirkt die erste Single “Saturday Superhouse“ wie ein Kindergeburtstag, wartet aber mit einem Refrain auf, der sich tagelang in meinem Gehör einnistete. „Who’s Got A Match“ ist eine Hommage an die Queens Of The Stone Age und Fall Out Boy gleichermassen und gerade deshalb höchst unterhaltsam. Songs, die nicht auf Anhieb zünden wollen, wie zum Beispiel „As Dust Dances“ oder „Now I’m Everyone“ beweisen nach mehreren Durchläufen aber durchaus ihre Daseinsberechtigung, vor allem dank einigen unerwarteten Haken und natürlich den wunderbaren Melodien. Der einzige Ausfall kommt meiner Meinung nach in Form von „Love Is A Diameter“ daher, bei welchem inständig auf etwas gewartet wird, das ganz einfach nicht kommt. Hätte man streichen können. Da gibt es haufenweise Biffy B-Sides, die um Längen besser sind. „Folding Stars“ ist der beste Foo Fighters Song seit „One By One“. Zu kitschig, werden die einen sagen, rührend die anderen, wie Simon im Chorus immer wieder den Namen seiner Mutter ruft. Mit „9/15ths“ schliesst sich der Kreis aus Streichern und Chören, welcher in „Living Is A Problem...“ seinen Anfang fand. Zum Schluss gibt’s dann noch einen versöhnlichen, akustischen Abschluss. In „Machines“ scheint es so, als habe Neil den Tod seiner Mutter akzeptiert und sieht das Positive darin, das Leben jetzt mehr schätzen zu wollen.
Hymnisch, vertrackt, eingängig, eigenständig, genial. Einmal mehr. „Puzzle“ ist eindeutig das poppigste Biffy-Album. Sie machen auch gar keinen Hehl daraus, mal so richtig Kohle scheffeln zu wollen. Einige Kollegen (Aereogramme, The Cooper Temple Clause) sind an diesem Vorhaben gescheitert und lösten sich folglich auf. Auf ein besseres....
Ähnliche Interpreten:
Sucioperro
Hell Is For Heroes
Foo Fighters
Reuben
www.biffyclyro.com
www.myspace.com/biffyclyro
Nachdem die ersten drei Alben innerhalb von nicht weniger als drei Jahren veröffentlicht wurden, liessen sich die drei Schotten für ihren vierten Wurf deutlich mehr Zeit. Als Produzent brilliert diesmal Garth Richardson, der schon grosse Namen wie Rage Against The Machine zu Höchstleistungen anspornte. „Puzzle“ ist im Prinzip ein Konzeptalbum. Im grössten Teil der 13 Songs wird der Tod von Simon Neil’s (Sänger und Gitarrist) Mutter verarbeitet.
Die Tradition von furiosen Startern im Sinne von „Blackened Sky“ oder „Glitter And Trauma“ findt in „Living Is A Problem Because Everything Dies“ ihre brilliante Fortsetzung. Punktgenau eingesetzte Streicher, Chöre und ein Simon Neil in Hochform. Ein Song, der nur schwer zu toppen ist. Dagegen wirkt die erste Single “Saturday Superhouse“ wie ein Kindergeburtstag, wartet aber mit einem Refrain auf, der sich tagelang in meinem Gehör einnistete. „Who’s Got A Match“ ist eine Hommage an die Queens Of The Stone Age und Fall Out Boy gleichermassen und gerade deshalb höchst unterhaltsam. Songs, die nicht auf Anhieb zünden wollen, wie zum Beispiel „As Dust Dances“ oder „Now I’m Everyone“ beweisen nach mehreren Durchläufen aber durchaus ihre Daseinsberechtigung, vor allem dank einigen unerwarteten Haken und natürlich den wunderbaren Melodien. Der einzige Ausfall kommt meiner Meinung nach in Form von „Love Is A Diameter“ daher, bei welchem inständig auf etwas gewartet wird, das ganz einfach nicht kommt. Hätte man streichen können. Da gibt es haufenweise Biffy B-Sides, die um Längen besser sind. „Folding Stars“ ist der beste Foo Fighters Song seit „One By One“. Zu kitschig, werden die einen sagen, rührend die anderen, wie Simon im Chorus immer wieder den Namen seiner Mutter ruft. Mit „9/15ths“ schliesst sich der Kreis aus Streichern und Chören, welcher in „Living Is A Problem...“ seinen Anfang fand. Zum Schluss gibt’s dann noch einen versöhnlichen, akustischen Abschluss. In „Machines“ scheint es so, als habe Neil den Tod seiner Mutter akzeptiert und sieht das Positive darin, das Leben jetzt mehr schätzen zu wollen.
Hymnisch, vertrackt, eingängig, eigenständig, genial. Einmal mehr. „Puzzle“ ist eindeutig das poppigste Biffy-Album. Sie machen auch gar keinen Hehl daraus, mal so richtig Kohle scheffeln zu wollen. Einige Kollegen (Aereogramme, The Cooper Temple Clause) sind an diesem Vorhaben gescheitert und lösten sich folglich auf. Auf ein besseres....
Ähnliche Interpreten:
Sucioperro
Hell Is For Heroes
Foo Fighters
Reuben
www.biffyclyro.com
www.myspace.com/biffyclyro




Kommentare