22. November 2009
BIFFY CLYRO - Only Revolutions (mit Verlosung!)
Seit ihrem Debüt aus "Blackened Sky" aus dem Jahre 2002 sind Biffy Clyro meine Lieblingsband. Egal, ob in meiner Punkrock-, Emo-, Pop- oder Postrockphase, die drei Schotten haben mich begleitet und immer wieder aufs Neue begeistern können. Mit ihrem zugänglichsten Werk "Puzzle" wurden sie dann auch bei einem breiteren Publikum bekannt, kamen zu Supportgigs für Linkin Park und liefen bei deutschen Soap Operas und MTV Sendungen im Hintergrund. "Only Revolutions" ist die logische Weiterführung des mit "Puzzle" eingeschlagenen Wegs. Die Produktion ist noch geschliffener, noch bombastischer.
Und trotzdem wage ich es zu behaupten, dass Biffy Clyro sich keine Sellout Vorwürfe gefallen lasssen müssen. Eine Band, die weiterexistieren will, braucht schliesslich Geld. Viele zerbrechen daran, wie zum Beispiel die vereehrten verstorbenen Aereogramme. Simon Neill und die beiden Johnson Zwillinge haben es geschafft, einen überzeugenden Mittelweg zwischen Kommerz und Indie zu finden. Ok "The Captain" ist wirklich schlimm und der wohl übelste Biffy Song aller Zeiten. Wer sich aber dafür entscheidet, einen Song wie "The Golden Rule" als erste Single auszukoppeln, braucht Mut. "The Golden Rule" ist nämlich, trotz des Poprefrains, der härteste Track des Albums. Alleine schon das anderthalbminütige, instrumentale Stakkato-Outro ist schlichtweg genial. Spätestens hier wird klar, dass Biffy Clyro sich selbst treu geblieben sind. Sie lassen ihrer Musik einfach mehr Raum zum atmen, wie Simon Neill in einem Interview erzählt. Die Songs sind nicht mehr auf Biegen und Brechen vertrackt. Überraschungen sind rarer gesät als auch schon. "God And Satan" hätte nicht unbedingt sein müssen, der Elektrobeat und der oberbescheuerte, völlig sinnfreie Text von "Born On A Horse" lassen den typisch schottischen Biffy-Humor aufblitzen. Eine weitere Perle stellt "Bubbles" dar (mit einem Gastauftrit von Josh Homme an der Gitarre). Für eine Ballade wie "Many Of Horror" würde man wohl viele Bands hassen, Biffy Clyro schaffen es allerdings auf ihre eigene Art, daraus einen grossartigen Song zu kreiren. Auf völlig durchgeknallte Momente, wie früher etwa "Jaggy Snake", wird heutzutage verzichtet (vielleicht auf Druck des Major Labels?).
Trotzdem, Biffy Clyro haben erneut ein abwechslungsreiches, hervorragendes Rockalbum abgeliefert. Nicht mehr so genial wie auch schon, dafür sind Songs wie "Boom, Blast And Ruin" oder "Know Your Quarry" zu normal. Trotzdem sind Biffy Clyro immer noch eine Ausnahmeband, und werden es hoffentlich auch noch lange bleiben.
Verlosung
Wir verlosen zwei Exemplare von "Only Revolutions". Nennt uns ganz einfach Euren Lieblingssong von Biffy Clyro und begründet, wieso gerade dieser Song der beste ist. Die beiden besten Begründungen gewinnen. Also, los!
Und trotzdem wage ich es zu behaupten, dass Biffy Clyro sich keine Sellout Vorwürfe gefallen lasssen müssen. Eine Band, die weiterexistieren will, braucht schliesslich Geld. Viele zerbrechen daran, wie zum Beispiel die vereehrten verstorbenen Aereogramme. Simon Neill und die beiden Johnson Zwillinge haben es geschafft, einen überzeugenden Mittelweg zwischen Kommerz und Indie zu finden. Ok "The Captain" ist wirklich schlimm und der wohl übelste Biffy Song aller Zeiten. Wer sich aber dafür entscheidet, einen Song wie "The Golden Rule" als erste Single auszukoppeln, braucht Mut. "The Golden Rule" ist nämlich, trotz des Poprefrains, der härteste Track des Albums. Alleine schon das anderthalbminütige, instrumentale Stakkato-Outro ist schlichtweg genial. Spätestens hier wird klar, dass Biffy Clyro sich selbst treu geblieben sind. Sie lassen ihrer Musik einfach mehr Raum zum atmen, wie Simon Neill in einem Interview erzählt. Die Songs sind nicht mehr auf Biegen und Brechen vertrackt. Überraschungen sind rarer gesät als auch schon. "God And Satan" hätte nicht unbedingt sein müssen, der Elektrobeat und der oberbescheuerte, völlig sinnfreie Text von "Born On A Horse" lassen den typisch schottischen Biffy-Humor aufblitzen. Eine weitere Perle stellt "Bubbles" dar (mit einem Gastauftrit von Josh Homme an der Gitarre). Für eine Ballade wie "Many Of Horror" würde man wohl viele Bands hassen, Biffy Clyro schaffen es allerdings auf ihre eigene Art, daraus einen grossartigen Song zu kreiren. Auf völlig durchgeknallte Momente, wie früher etwa "Jaggy Snake", wird heutzutage verzichtet (vielleicht auf Druck des Major Labels?).
Trotzdem, Biffy Clyro haben erneut ein abwechslungsreiches, hervorragendes Rockalbum abgeliefert. Nicht mehr so genial wie auch schon, dafür sind Songs wie "Boom, Blast And Ruin" oder "Know Your Quarry" zu normal. Trotzdem sind Biffy Clyro immer noch eine Ausnahmeband, und werden es hoffentlich auch noch lange bleiben.
Verlosung
Wir verlosen zwei Exemplare von "Only Revolutions". Nennt uns ganz einfach Euren Lieblingssong von Biffy Clyro und begründet, wieso gerade dieser Song der beste ist. Die beiden besten Begründungen gewinnen. Also, los!




Kommentare
Der Beste Song? Die akkustische Version von JustBoy. Wiso? Weil er von mir handelt :-) Der zweite Grund; es war mein erster Biffy-Song!
Wieso?
Weil ich meine Grossmutter noch nie so erschrecken konnte, wie mit dem Beginn dieses Stücks.