30. März 2007
BEATSTEAKS - Limbo Messiah (Warner)
Rote Fabrik, Sommer 1999. Die Deconstruction-Tour macht Halt in der Schweiz, mit dabei auch das erste deutsche Signing auf Epitaph, die Beatsteaks aus Berlin. Deren kurz vorher veröffentlichtes Album "Launched" enthält ein paar ganz coole Songs, aber so richtig überzeugen tut's mich nicht. Trotzdem hab ich mir den Gig natürlich angeschaut, ich gehör zur kleinen Gruppe von Festival-Besuchern die Festivals wegen der Musik besuchen und nicht um sich zu betrinken oder rumzuhängen. Item, da spielten also die Beatsteaks, es war ein ziemlich schweisstreibendes Set und die Krönung des ganzen war der Salto des Sängers von den P.A.-Boxen in die Hände des Publikums. Wow, geile Aktion! Also behielt ich die Beatsteaks im Auge, war angenehm überrascht vom Nachfolge-Album "Living Targets" (2002) und wie viele andere auch begeistert vom Durchbruchswerk "Smack Smash" (2004).
Nun klopfen die Beatsteaks mit "Limbo Messiah" an. Ach was, sie klopfen gar nicht, sie treten die Türe einfach ein! Nur wenig länger als 30 Minuten ist die Platte, enthält 11 Songs und erinnert mich aufgrund des zweifellos vorhandenen Pop-Appeals, der gleichzeitig nicht zu verleugnenden Hardcore-Referenzen und den zuweilen ungewöhnlichen Songstrukturen an die frühen Klassiker von den Descendents. Wie diese spielen die Beatsteaks mitreissende, kraftvolle Punksongs, lassen sich auf Experimente ein und klingen oft wie drei Bands in einer. Konkret bietet "Limbo Messiah" mit "Demons Galore" einen Nackenbrecher erster Güte, mit "She Was Great" eine pure Soulnummer (die Konzerte mit Moneybrother haben da wohl ihre Spuren hinterlassen), mit "Meantime" eine hochmelodiöse Rockhymne, mit "Soljanka" ein ganz besonders eigenartiges, dreigeteiltes Stück, das im Finale nach Muse klingt oder mit "Hail To The Freaks" eine Antwort auf UK-Bands à la The Rakes. All dies wird uns mit einer derartigen Spielfreude und Energie vor den Latz geknallt, dass alle Zweifel darüber, ob die Beatsteaks eigentlich noch eine Punkband oder längst im Pop angelangt seien, ausgeräumt werden. Die Beatsteaks haben den Pop im Herzen und den Punk in den Muskeln, damit werden sie zweifelsohne auch diese Saison zur bestimmenden Band im nördlichen Nachbarland werden. Falls es auch diesmal nicht zu grösserem Erfolg im angelsächsischen Raum reichen sollte, so liegt dies eher an den dortigen Anti-Deutschland-Reflexen, sicher nicht an der Band.
Zum Schluss noch die Entwarnung für Leute die bis anhin nur die Single "Jane Became Insane" gehört haben: Der Song gehört zu den schwächsten des Albums, stört aber beim Durchhören auch nicht weiter.
Live übrigens am 29.April Mai im Volkshaus Zürich zu sehen.
www.beatsteaks.com
www.myspace.com/beatsteaks
Nun klopfen die Beatsteaks mit "Limbo Messiah" an. Ach was, sie klopfen gar nicht, sie treten die Türe einfach ein! Nur wenig länger als 30 Minuten ist die Platte, enthält 11 Songs und erinnert mich aufgrund des zweifellos vorhandenen Pop-Appeals, der gleichzeitig nicht zu verleugnenden Hardcore-Referenzen und den zuweilen ungewöhnlichen Songstrukturen an die frühen Klassiker von den Descendents. Wie diese spielen die Beatsteaks mitreissende, kraftvolle Punksongs, lassen sich auf Experimente ein und klingen oft wie drei Bands in einer. Konkret bietet "Limbo Messiah" mit "Demons Galore" einen Nackenbrecher erster Güte, mit "She Was Great" eine pure Soulnummer (die Konzerte mit Moneybrother haben da wohl ihre Spuren hinterlassen), mit "Meantime" eine hochmelodiöse Rockhymne, mit "Soljanka" ein ganz besonders eigenartiges, dreigeteiltes Stück, das im Finale nach Muse klingt oder mit "Hail To The Freaks" eine Antwort auf UK-Bands à la The Rakes. All dies wird uns mit einer derartigen Spielfreude und Energie vor den Latz geknallt, dass alle Zweifel darüber, ob die Beatsteaks eigentlich noch eine Punkband oder längst im Pop angelangt seien, ausgeräumt werden. Die Beatsteaks haben den Pop im Herzen und den Punk in den Muskeln, damit werden sie zweifelsohne auch diese Saison zur bestimmenden Band im nördlichen Nachbarland werden. Falls es auch diesmal nicht zu grösserem Erfolg im angelsächsischen Raum reichen sollte, so liegt dies eher an den dortigen Anti-Deutschland-Reflexen, sicher nicht an der Band.
Zum Schluss noch die Entwarnung für Leute die bis anhin nur die Single "Jane Became Insane" gehört haben: Der Song gehört zu den schwächsten des Albums, stört aber beim Durchhören auch nicht weiter.
Live übrigens am 29.
www.beatsteaks.com
www.myspace.com/beatsteaks




Kommentare
kleine korrektur: sie treten am 29.MAI im volkshaus auf.
einen schönen tag noch!
Ich liebe jeden einzelnen Track auf der Platte, der Stil is echt grandios.
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