07. März 2011
BEATSTEAKS - Boombox
Nein. So sollte man ein Album nicht beginnen. Nicht mit einem Song wie "Fix It", der klingt als ob der Gitarrist einer Schülerband grad ein Bottleneck gefunden und schnell ein Riff damit gespielt hat, der Schlagzeuger ein bisschen dazu rumtrommelt und der Sänger noch etwas drüber nölt. Klar, bei den Beatsteaks muss das so sein, quasi Dilettantentum für Fortgeschrittene. Gut ist trotzdem anders... Z.b. so wie "Milk & Honey", die erste Single aus "Boombox" und mit Sicherheit der bislang poppigste Song der Berliner, der es aber vor allem durch die ungewöhnliche (leicht an Morrissey erinnernde) Melodieführung schafft, gleichzeitig eingängig und interessant zu sein. Aber auch "Milk & Honey" schafft es nicht, den Start von "Boombox" zu retten, denn gleich anschliessend folgt mit "Cheap Comments" der nächste Stumpfsinn-Rocker nach dem Motto "wir machen jetzt einfach mal und vielleicht kommt dabei ein Lied raus". Und im vierten Song mit "Let's See" dann einen Ska-Song einzustreuen der in etwa so groovt wie die Ska-Versuche von Millencolin in den 90ern ist auch nicht wirklich überzeugend...
Totales Debakel also, diese "Boombox"? Nein, natürlich nicht. Denn die Beatsteaks sind die Beatsteaks und schaffen es auch diesmal, ein paar dieser Songs aufs Album zu packen, für die man die Berliner so mag. Da wär zum Beispiel "Bullets From Another Dimension", ein Brechstangenrocker der brutal nach vorne zieht, oder "Under A Clear Blue Sky", das zwar bei den ersten zwei oder drei Durchgängen leicht peinlich berührt angesichts der allzu naiv anmutenden Melodieführung, letztlich aber einfach unglaubliche Ohrwurmqualitäten entwickelt. Unterm Strich reicht das aber nicht für eine wirklich berauschende Platte. "Boombox" kommt grad noch so knapp durch, ist irgendwie ok, auf Dauer aber wohl ziemlich egal. Was wiederum egal ist, da man die Beatsteaks ja sowieso vor allem live sehen, statt zuhause hören sollte. Gelegenheit dazu gibt's etwa heut Abend im Volkshaus, Zürich, oder aber am diesjährigen Open Air St. Gallen.
Totales Debakel also, diese "Boombox"? Nein, natürlich nicht. Denn die Beatsteaks sind die Beatsteaks und schaffen es auch diesmal, ein paar dieser Songs aufs Album zu packen, für die man die Berliner so mag. Da wär zum Beispiel "Bullets From Another Dimension", ein Brechstangenrocker der brutal nach vorne zieht, oder "Under A Clear Blue Sky", das zwar bei den ersten zwei oder drei Durchgängen leicht peinlich berührt angesichts der allzu naiv anmutenden Melodieführung, letztlich aber einfach unglaubliche Ohrwurmqualitäten entwickelt. Unterm Strich reicht das aber nicht für eine wirklich berauschende Platte. "Boombox" kommt grad noch so knapp durch, ist irgendwie ok, auf Dauer aber wohl ziemlich egal. Was wiederum egal ist, da man die Beatsteaks ja sowieso vor allem live sehen, statt zuhause hören sollte. Gelegenheit dazu gibt's etwa heut Abend im Volkshaus, Zürich, oder aber am diesjährigen Open Air St. Gallen.




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