Die Rückkehr der Metal-Ritter
Mehr Metal kann eine Platte gar nicht sein! Schaut euch nur mal das Cover an! Nein, diese Platte stammt nicht aus dem Jahre 1987. Sie ist brandneu! Und sie ist unterhaltsam!

Avenged Sevenfold-Sänger M. Shadows (Vorname geheim...) darf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr schreien! Somit wäre gleich einer der Gründe, weshalb sich A7X, wie sie sich schreiben, nun endgültig dem klassischen Metal mit Popmelodien verschreiben. Auf dem Vorgängeralbum war noch ein Mix aus Hardcore, Punk und Metal zu hören.

Es gibt zwei Dinge, an denen man merkt, dass Avenged Sevenfold keine Band aus den Achtzigern ist: Einerseits die zeitgemässe, bombastische Produktion; andererseits die Tatsache, dass sie keine bekloppten Langhaarfrisuren tragen. Die Punk- und HC-Wurzeln wurden jetzt endgültig ad acta gelegt. Dafür werden die besten Elemente von Iron Maiden und Guns `n Roses zusammengewürfelt. Inklusive zweistimmiger Gitarrensoli in jedem Stück, genauso vorhanden natürlich der pathetische Gesang, nicht zu vergessen die Überlängen. Nur ein einziger Song hat es unter die Fünfminuten-Grenze geschafft. Eigentlich kann man das Ganze ja fast nicht ernst nehmen. Wenn sie ihre Sache nur nicht so verdammt gut machen würden! Wenn eine Band den Metal wiederbeleben soll, dann Avenged Sevenfold!

„City Of Evil“ hat alles, was ein gutes Metal Album braucht. Oder sogar noch ein wenig mehr, wie zum Beispiel Flamenco-Gitarren oder Streicher-Arrangements. Wer im Jahre 2005 den Mut hat, frei von jeder Ironie, ein solches Album zu veröffentlichen, hat Respekt verdient. Ob du es jetzt magst oder nicht.

8/10

Ähnliche Interpreten:
Iron Maiden
Guns ‘n Roses
Metallica

www.avengedsevenfold.com