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Fassadenschwindel.
Es dauert 2 Minuten und 40 Sekunden, bis der Opener "Nevereverdid" Gestalt annimmt und sich aus dem anfänglichem Geplänkel sowas wie ein Song entwickelt. Leider kosten Architecture in Helsinki in der Folge dieses Prinzip immer und immer wieder aus, was ihr Album zu einer reichlich sperrigen und für meinen Geschmack zu oberflächlichen Angelegenheit macht. Song Nr. 4, der Mini-Hit "Wishbone", klingt zwar nochmals vielversprechend, aber danach verliert sich das australische Pop-Kollektiv in Skizzenhaftem. Es mischt zu seinem Art-Pop munter eine Prise Musical-Flair (die Stimmen sind mir zu überdreht), umgesetzt wird das mit Hilfe eines Sammelsuriums von Instrumenten (jede/r spielt offenbar, worauf er/sie gerade Lust hatte). Das ruft geradezu nach Floskeln wie "weniger wäre mehr" oder "zuviele Köche verderben den Brei". Zumal wirklich zündende Songideen Mangelware sind und Architecture In Helsinki dies hinter der grellen Fassade nicht verstecken können. Architektur ist nur dann gut, wenn sich hinter der Fassade auch was verbirgt, was hier leider meiner Meinung nach zu wenig der Fall ist...

5/10

Ähnliche Interpreten:
Fiery Furnaces
Tiger Tunes

www.architectureinhelsinki.com