16. April 2005
ARCADE FIRE – Funeral (Rough Trade/Phonag)

Lieber spät als nie...
„Funeral“ ist ein unglaublich vielschichtiges Album: „Une année sans lumière“ startet als melancholisches Stück und schlägt urplötzlich in einen Rocksong à la Strokes um. „Neighborhood 3 (Power Out)“ klingt nach gitarrenlastigen New Order. „Crown Of Love“ beginnt als alternativer Walzer, ähnlich wie Bright Eyes’ „False Advertising“, kippt dann aber kurz vor Schluss wieder um und mutiert zum 70ies Disco-Knaller mit passender Geigenuntermalung. Und über allem thront der emotionale Gesang, mal halb schreibend, mal inbrünstig flehend, dann wieder sanft bis flüsternd. Bright Eyes lässt grüssen. Zum Schluss, wenn Régine Chassagne das Mikrofon übernimmt, fühlt man sich an die poppigeren Momente von Björk erinnert.
Zuviel des Guten? Von wegen! „Funeral“ ist grandios, überwältigend, ein Sinnesrausch, mitreissend. Echt!
10/10
Ähnliche Interpreten:
Modest Mouse
Flaming Lips
Bright Eyes
Talking Heads
www.arcadefire.com



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