09. Februar 2007
AEREOGRAMME – My Heart Has A Wish That You Would Not Go (Chemikal Underground/Musikvertrieb)
Grosses Theater, als solches beschrieb jdw an dieser Stelle die neue Platte von den Decemberists. Grosses Kino, das ist das neue Werk von Aereogramme. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Jedes der zehn Stücke wurde von einem anderen Film inspiriert. Genauso wie der Titel des Albums, bei welchem es sich um ein Zitat aus dem Originalroman von „Der Exorzist“ handelt.
Das bisher grösste Merkmal der vier bärtigen Schotten, nämlich das extreme Spiel zwischen Schönklang und Brachialität, ist gänzlich verschwunden. Nicht zuletzt deshalb, weil Leadsänger und Songwriter Craig B. seine Stimmbänder schonen muss. Der Legende nach soll er sein Organ vor einiger Zeit fast vollständig verloren haben. Weniger Härte, dafür umso mehr Bombast.
„Concsious Life For Coma Boy“ ruft, vor allem wegen der Gitarren wegen, unvermeidlicherweise Dredg ins Gedächtnis. Die folgende Single „Barriers“ überrascht mit einem fulminanten Violinensolo und übrigens auch einem sehr sehenswerten Videoclip. „Exits“ ist so etwas wie der das Sinnbild des Neubeginns von Aereogramme. Wunderschön, begleitet von Akustikgitarre, Piano und Streichern. Und wer einen Satz wie „So grab yourself a bottle, it’s yours as much as mine“ singt, hat eh schon gewonnen. A propos Streicher; diese sind, mit Ausnahme der Abschlussballade “You’re Always Welcome”, auf jedem Song zu finden. Besonders gelungen bei unheimlich wirkenden Stücken wie „Living Backwards“ oder „Nightmares““ Auch das Keyboard wird äusserst effektiv eingesetzt, am besten veranschaulicht auf „The Running Man“.
Mit „My Heart Has A Wish...“ werden sich die eingefleischten Aereogramme-Fans nicht leicht tun. Metal war früher. Vertonte Wut hat sich zu vertonter, naja, nicht gerade Glückseligkeit, aber immerhin Hoffnung gewandelt. Bitte, liebe Fans, gebt den Bärten eine Chance. Sie haben es sowas von verdient. You’re always welcome!
9/10
Ähnliche Interpreten:
Klimt 1918
Dredg
… And You Will Know Us By The Trail Of Dead
www.aereogramme.co.uk
www.myspace.com/aereogramme
Das bisher grösste Merkmal der vier bärtigen Schotten, nämlich das extreme Spiel zwischen Schönklang und Brachialität, ist gänzlich verschwunden. Nicht zuletzt deshalb, weil Leadsänger und Songwriter Craig B. seine Stimmbänder schonen muss. Der Legende nach soll er sein Organ vor einiger Zeit fast vollständig verloren haben. Weniger Härte, dafür umso mehr Bombast.
„Concsious Life For Coma Boy“ ruft, vor allem wegen der Gitarren wegen, unvermeidlicherweise Dredg ins Gedächtnis. Die folgende Single „Barriers“ überrascht mit einem fulminanten Violinensolo und übrigens auch einem sehr sehenswerten Videoclip. „Exits“ ist so etwas wie der das Sinnbild des Neubeginns von Aereogramme. Wunderschön, begleitet von Akustikgitarre, Piano und Streichern. Und wer einen Satz wie „So grab yourself a bottle, it’s yours as much as mine“ singt, hat eh schon gewonnen. A propos Streicher; diese sind, mit Ausnahme der Abschlussballade “You’re Always Welcome”, auf jedem Song zu finden. Besonders gelungen bei unheimlich wirkenden Stücken wie „Living Backwards“ oder „Nightmares““ Auch das Keyboard wird äusserst effektiv eingesetzt, am besten veranschaulicht auf „The Running Man“.
Mit „My Heart Has A Wish...“ werden sich die eingefleischten Aereogramme-Fans nicht leicht tun. Metal war früher. Vertonte Wut hat sich zu vertonter, naja, nicht gerade Glückseligkeit, aber immerhin Hoffnung gewandelt. Bitte, liebe Fans, gebt den Bärten eine Chance. Sie haben es sowas von verdient. You’re always welcome!
9/10
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