20. März 2006
A RED SEASON SHADE – The Outcome Forsters Detachment (Gentlemen/Irascible)
Oldschool Emo aus Frankreich, jawohl, das gibt’s! A Red Season Shade kommen aus Nizza und machen Musik, die man entweder als wunderschön oder langweilig bezeichnen kann. Ich bevorzuge da ersteres.
Zehn Songs innerhalb von 50 Minuten, davon ein 50-sekündiges Intro. A Red Season Shade haben es wohl nicht aufs Radio abgesehen, da darf ein Stück gut und gerne mal acht Minuten dauern, wie zum Beispiel „Praising The Distance Concept“. Der Gesang steht im Hintergrund, teilweise wird sogar komplett darauf verzichtet. In diesen Momenten schimmern sogar ein wenig die aktuellen Mogwai durch. Ansonsten geht es hier reichlich altmodisch zu. Die Helden sind offensichtlich Midwest-Emo Truppen wie The Appleseed Cast (Hall ist Trumpf), Elliott (Atmosphäre) oder Mineral (verspielte, melancholische Gitarren). Wer hier nach Hits auf der Suche ist, lässt es besser gleich bleiben. Die Stärke dieser Platte liegt ganz klar in der Atmosphäre der Songs, die sich, wie gesagt, genug Zeit lassen, um ihre ganze Schönheit zu entfalten. Das kann auch bedeuten, dass ein Song nur aus einem Piano und Hintergrundgeschwatz besteht.
In Metalcore-Zeiten kommt eine Band wie A Red Season Shade gerade recht. Denn sie zeigen, dass man auch ohne wüstes Gebrüll Emotionen zeigen kann. Das Oldschool Emo-Schiff ist noch nicht gesunken. Ein herzliches Danke an die Franzosen!
8/10
Ähnliche Interpreten:
The Appleseed Cast
Mineral
Pop Unknown
Sometree
www.aredseasonshade.com
Zehn Songs innerhalb von 50 Minuten, davon ein 50-sekündiges Intro. A Red Season Shade haben es wohl nicht aufs Radio abgesehen, da darf ein Stück gut und gerne mal acht Minuten dauern, wie zum Beispiel „Praising The Distance Concept“. Der Gesang steht im Hintergrund, teilweise wird sogar komplett darauf verzichtet. In diesen Momenten schimmern sogar ein wenig die aktuellen Mogwai durch. Ansonsten geht es hier reichlich altmodisch zu. Die Helden sind offensichtlich Midwest-Emo Truppen wie The Appleseed Cast (Hall ist Trumpf), Elliott (Atmosphäre) oder Mineral (verspielte, melancholische Gitarren). Wer hier nach Hits auf der Suche ist, lässt es besser gleich bleiben. Die Stärke dieser Platte liegt ganz klar in der Atmosphäre der Songs, die sich, wie gesagt, genug Zeit lassen, um ihre ganze Schönheit zu entfalten. Das kann auch bedeuten, dass ein Song nur aus einem Piano und Hintergrundgeschwatz besteht.
In Metalcore-Zeiten kommt eine Band wie A Red Season Shade gerade recht. Denn sie zeigen, dass man auch ohne wüstes Gebrüll Emotionen zeigen kann. Das Oldschool Emo-Schiff ist noch nicht gesunken. Ein herzliches Danke an die Franzosen!
8/10
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